Øyvind Berg 
Translator

on Lyrikline: 7 poems translated

from: 德文 to: 挪威文

Original

Translation

Zähle die Mandeln

德文 | Paul Celan

Zähle die Mandeln,
zähle, was bitter war und dich wachhielt,
zähl mich dazu:

Ich suchte dein Aug, als du’s aufschlugst und niemand dich ansah,
ich spann jenen heimlichen Faden,
an dem der Tau, den du dachtest,
hinunterglitt zu den Krügen,
die ein Spruch, der zu niemandes Herz fand, behütet.

Dort erst tratest du ganz in den Namen, der dein ist,
schrittest du sicheren Fußes zu dir,
schwangen die Hämmer frei im Glockenstuhl deines Schweigens,
stieß das Erlauschte zu dir,
legte das Tote den Arm auch um dich,
und ihr ginget selbdritt durch den Abend.

Mache mich bitter.
Zähle mich zu den Mandeln.

© 1952 Deutsche Verlags-Anstalt München
in der Verlagsgruppe Random House GmbH

from: Mohn und Gedächtnis
München: Deutsche Verlags-Anstalt , 1952
Audio production: HR 1963

Regn mandlene

挪威文

REGN mandlene,
regn opp det bitre som holdt deg våken,
regn med meg der:

Jeg lette opp øyet du åpnet, da ingen så deg,
jeg spant den fordekte tråden
som dogget du tenkte rant langs
ned i krukkene
voktet av skriftsteder, som ikke traff noe hjerte.

Først der tro du helt ut i navnet ditt,
gikk du med stødige skritt til deg selv,
svingte hamrene fritt i din stilltidde klokkestol,
sang det du lyttet til gjennom deg,
la det døde en arm om deg også,
og dere tre gikk gjennom kvelden.

Gjør meg bitter.
Regn meg med mandlene.

Til norsk ved Øyvind Berg



In: Paul Celan: Dikte. Utvalg, gjendiktning og etterord
ved Øyvind Berg. Oslo: Kolon Forlag 1996.


© Kolon Forlag 1996

Todesfuge

德文 | Paul Celan

Schwarze Milch der Frühe wir trinken sie abends
wir trinken sie mittags und morgens wir trinken sie nachts
wir trinken und trinken
wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng
Ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen der schreibt
der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland
dein goldenes Haar Margarete

er schreibt es und tritt vor das Haus und es blitzen die Sterne
er pfeift seine Rüden herbei
er pfeift seine Juden hervor läßt schaufeln ein Grab in der Erde
er befiehlt uns spielt auf nun zum Tanz

Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich morgens und mittags wir trinken dich abends
wir trinken und trinken
Ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen der schreibt
der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland
dein goldenes Haar Margarete
Dein aschenes Haar Sulamith

wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng

Er ruft stecht tiefer ins Erdreich ihr einen ihr andern singet und spielt
er greift nach dem Eisen im Gurt er schwingts seine Augen sind blau
stecht tiefer die Spaten ihr einen ihr anderen spielt weiter zum Tanz auf

Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich mittags und morgens wir trinken dich abends
wir trinken und trinken
ein Mann wohnt im Haus dein goldenes Haar Margarete
dein aschenes Haar Sulamith er spielt mit den Schlangen

Er ruft spielt süßer den Tod der Tod ist ein Meister aus  Deutschland
er ruft streicht dunkler die Geigen dann steigt ihr als Rauch in die Luft
dann habt ihr ein Grab in den Wolken da liegt man nicht eng

Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich mittags der Tod ist ein Meister aus Deutschland
wir trinken dich abends und morgens wir trinken und trinken
der Tod ist ein Meister aus Deutschland sein Auge ist blau
er trifft dich mit bleierner Kugel er trifft dich genau
ein Mann wohnt im Haus dein goldenes Haar Margarete
er hetzt seine Rüden auf uns er schenkt uns ein Grab in der Luft
er spielt mit den Schlangen und träumet der Tod ist ein Meister aus
Deutschland  
 
dein goldenes Haar Margarete
dein aschenes Haar Sulamith

© 1952 Deutsche Verlags-Anstalt München
in der Verlagsgruppe Random House GmbH

from: Mohn und Gedächtnis
München: Deutsche Verlags-Anstalt, 1952
Audio production: Neske 1958

Dødsfuge

挪威文

Svart daggrymelk vi drikker den til kvelds
vi drikker til middag og morgen vi drikker den om natta
vi drikker og drikker
vi graver en grav i lufta det er ikke trangt der
En mann bor i huset han leker med slanger han skriver
han skriver det mørkner i Tyskland ditt gylne hår Margarete
han skriver og går ut av huset og stjernene funkler
han plystrer på bikkjene sine
han plystrer jødene fram la oss grave en grav i jorda
han befaler spill opp nå til dans

Svart daggrymelk vi drikker deg om natta
vi drikker deg morgen og middag vi drikker til kvelds
vi drikker og drikker
En mann bor i huset han leker med slanger han skriver
han skriver det mørkner i Tyskland ditt gylne hår Margarete
Ditt askegrå hår Sulamith vi graver en grav i lufta det er ikke trangt der

Han roper spa dypere dere og dere andre syng nå og spill
han griper til jernet i beltet han svinger det blikket er blått
stikk spadene dypere dere og dere andre spill opp til mer dans

Svart daggrymelk vi drikker deg om natta
vi drikker til middag og morgen vi drikker deg til kvelds
vi drikker og drikker
en mann bor i huset ditt gylne hår Margarete
ditt askegrå hår Sulamith han leker med slanger
Han roper spill døden lettere døden er en mester fra Tyskland
han roper stryk strengene mørkt og stig opp i lufta som røyk
så får dere grav i en sky det er ikke trangt der

Svart daggrymelk vi drikker deg om natta
vi drikker deg middag og døden er en mester fra Tyskland
vi drikker til kvelds og morgen vi drikker og drikker
døden er en mester fra Tyskland blikket er blått
han treffer med blykule treffer deg godt
en mann bor i huset ditt gylne hår Margarete
han hisser hundene på oss han gir oss en grav i lufta
han leker med slanger og drømmer at døden er en mester fra Tyskland

ditt gylne hår Margarete
ditt askegrå hår Sulamith

Til norsk ved Øyvind Berg



In: Paul Celan: Dikte. Utvalg, gjendiktning og etterord
ved Øyvind Berg. Oslo: Kolon Forlag 1996.


© Kolon Forlag 1996

Stimmen

德文 | Paul Celan

Stimmen, ins Grün
der Wasserfläche geritzt.
Wenn der Eisvogel taucht,
sirrt die Sekunde:

Was zu dir stand
an jedem der Ufer,
es tritt
gemäht in ein anderes Bild.

*

Stimmen vom Nesselweg her:

Komm auf den Händen zu uns.
Wer mit der Lampe allein ist,
hat nur die Hand, draus zu lesen.

*

Stimmen, nachtdurchwachsen, Stränge,
an die du die Glocke hängst.

Wölbe dich, Welt:
Wenn die Totenmuschel heranschwimmt,
will es hier läuten.

*
Stimmen, vor denen dein Herz
ins Herz deiner Mutter zurückweicht.
Stimmen vom Galgenbaum her,
wo Spätholz und Frühholz die Ringe
tauschen und tauschen.

*

Stimmen, kehlig, im Grus,
darin auch Unendliches schaufelt,
(herz-)
schleimiges Rinnsal.

Setz hier die Boote aus, Kind,
die ich bemannte:

Wenn mittschiffs die Bö sich ins Recht setzt,
treten die Klammern zusammen.

*

Jakobsstimme:

Die Tränen.
Die Tränen im Bruderaug.
Eine blieb hängen, wuchs.
Wir wohnen darin.
Atme, daß
sie sich löse.

*

Stimmen im Innern der Arche:

Es sind
nur die Münder
geborgen. Ihr
Sinkenden, hört
auch uns.

*

Keine
Stimme
– ein
Spätgeräusch, stundenfremd, deinen
Gedanken geschenkt, hier, endlich
herbeigewacht: ein
Fruchtblatt, augengroß, tief
geritzt; es
harzt, will nicht
vernarben.

© 1959 S. Fischer Verlag Frankfurt am Main
from: Sprachgitter
Frankfurt am Main: Fischer , 1959
Audio production: NDR 1965, 1967

Stemmer

挪威文

STEMMER, rispet inn
i den grønne vannflaten.
Når isfuglen dykker,
sitrer sekundene:

Det du så fram til
på begge breddene
meies
ned i et annet bilde.

*

Stemmer fra nesleveien:

Kom til oss på hendene.
Den som er ensom med lampen,
har bare hånden å lese i.

*

Stemmer, nattgjennomgrodde, strenger
du henger klokka i.

Hvelv deg, verden:
Når skjelldøden svømmer opp hit,
skal det klinge.

*

Stemmer, som får hjertet ditt til
å vike tilbake i morshjertet.
Stemmer fra galgetreet,
der sent tre og tidlig tre
skifter og bytter ringer.

*

Stemmer, skarrstrupet, i grusen,
der det uendelige også skuffer,
(hjerte-)
slimete renne.

Sett ut båtene her, barn,
de jeg bemannet:

Når bøyen midtskips tar ut sin rett,
faller klammene sammen.

*

Jakobsstemme:

Tårene.
Tårene i broderøyet.
En hang fast, vokste.
Vi bor i den.
Pust, så
den slipper.

*

Stemmer i arkens indre:

Bare
munnene ble
frelst. Dere
som synker, hører
også oss.

*

Ingen
stemme
- en
senlarm, timerjern, gitt
dine tanker, her, endelig
oppvåket: et
fruktblad, øyestort, dypt
rispet: det
pipler kvae, vil ikke
arres.

Til norsk ved Øyvind Berg



In: Paul Celan: Dikte. Utvalg, gjendiktning og etterord
ved Øyvind Berg. Oslo: Kolon Forlag 1996.


© Kolon Forlag 1996

Psalm

德文 | Paul Celan

Niemand knetet uns wieder aus Erde und Lehm,
niemand bespricht unseren Staub.
Niemand.

Gelobt seist du, Niemand.
Dir zulieb wollen
wir blühn.
Dir
entgegen.

Ein Nichts
waren wir, sind wir, werden
wir bleiben, blühend:
die Nichts-, die
Niemandsrose.

Mit
dem Griffel seelenhell,
dem Staubfaden himmelswüst,
der Krone rot
vom Purpurwort, das wir sangen
über, o über
dem Dorn.

© 1963 S. Fischer Verlag Frankfurt am Main
from: Die Niemandsrose
Frankfurt am Main: Fischer , 1963
Audio production: HR 1963

Salme

挪威文

Ingen knar oss opp igjen av leire og jord,
ingen signer støvet vårt.
Ingen.

Lovet være du, Ingen.
For din skyld vil
vi blomstre.
Mot
deg.

Et intet
var vi, er vi, skal
vi være, blomstrende:
intet -,
ingenmannsrosen.

Med
griffelen sjeleklar,
støvtrådene himmelknekt,
kronen rød
av purpurordet vi sang
over, å over
tornen.

Til norsk ved Øyvind Berg



In: Paul Celan: Dikte. Utvalg, gjendiktning og etterord
ved Øyvind Berg. Oslo: Kolon Forlag 1996.


© Kolon Forlag 1996

Die Silbe Schmerz

德文 | Paul Celan

Es gab sich Dir in die Hand:
ein Du, todlos,
an dem alles Ich zu sich kam. Es fuhren
wortfreie Stimmen rings, Leerformen, alles
ging in sie ein, gemischt
und entmischt
und wieder
gemischt.

Und Zahlen waren
mitverwoben in das
Unzählbare. Eins und Tausend und was
davor und dahinter
größer war als es selbst, kleiner, aus-
gereift und
rück- und fort-
verwandelt in
keimendes Niemals.

Vergessenes griff
nach Zu-Vergessendem, Erdteile, Herzteile
schwammen,
sanken und schwammen. Kolumbus,
die Zeit-
lose im Aug, die Mutter-
Blume,
mordete Masten und Segel. Alles fuhr aus,

frei,
entdeckerisch,
blühte die Windrose ab, blätterte
ab, ein Weltmeer
blühte zuhauf und zutag, im Schwarzlicht
der Wildsteuerstriche. In Särgen,
Urnen, Kanopen
erwachten die Kindlein
Jaspis, Achat, Amethyst – Völker,
Stämme und Sippen, ein blindes

E s  s e i

knüpfte sich in
die schlangenköpfigen Frei-
Taue –: ein
Knoten
(und Wider- und Gegen- und Aber- und Zwillings- und Tau-
sendknoten), an dem
die fastnachtsäugige Brut
der Mardersterne im Abgrund
buch-, buch-, buch-
stabierte, stabierte.

© 1963 S. Fischer Verlag Frankfurt am Main
from: Die Niemandsrose
Frankfurt am Main: S. Fischer / Fischer TB, 1963
Audio production: NDR 1965, 1967

Stavelsesmerten

挪威文

Det ble gitt deg i hånden:
et Du, dødsløst,
hvor alt Jeg kom til rette. Det for
ordfrie stemmer omkring, tomformer, alt
inngikk i dem, blandet
og utskilt,
blandet
igjen.

Og tall var
vevd inn i det
utallige. Ett og tusen og det som
før eller siden
var større enn det er, mindre, full-
modent og
ut- og tilbake-
dannet til
et spirende Aldri.

Det glemte grep
etter det som skal glemmes, jordklumper,
                                            hjertesnabber
svømte,
sank og svømte. Kolumbus,
den tid-
løse i øyet, mor-
blomsten,
myrdede master og seil. Alt fòr ut,

fritt,
oppdagelsesaktig,
vindrosen blomstret av, felte
hvert blad, et verdenshav
blomstret i dynge- og dagevis, under svartlyset
av villstyrestreker. I kister,
urner, kanopeer
våknet spebarna
Jaspis, Agat, Ametyst - folkeslag,
stammer og frender, et blindt

Det er

knøt seg
i den slangehodete fri-
trossa -: en
knute
(og mot-og kontra-og men-og tvillings-og tu-
senknuter), ved hvilken
den fastelavensøyde yngelen
til mårstjemen i avgrunnen
bok-, bok-, bok
staverte, staverte.

Til norsk ved Øyvind Berg



In: Paul Celan: Dikte. Utvalg, gjendiktning og etterord
ved Øyvind Berg. Oslo: Kolon Forlag 1996.


© Kolon Forlag 1996

Engführung

德文 | Paul Celan

*

VERBRACHT ins
Gelände
mit der untrüglichen Spur:

Gras, auseinandergeschrieben. Die Steine, weiß,
mit den Schatten der Halme:
Lies nicht mehr – schau!
Schau nicht mehr – geh!

Geh, deine Stunde
hat keine Schwestern, du bist –
bist zuhause. Ein Rad, langsam,
rollt aus sich selber, die Speichen
klettern,
klettern auf schwärzlichem Feld, die Nacht
braucht keine Sterne, nirgends
fragt es nach dir.


*

                                                           Nirgends
                                                                       fragt es nach dir –

Der Ort, wo sie lagen, er hat
einen Namen – er hat
keinen. Sie lagen nicht dort. Etwas
lag zwischen ihnen. Sie
sahn nicht hindurch.

Sahn nicht, nein,
redeten von
Worten. Keines
erwachte, der
Schlaf
kam über sie.


*

                           Kam, kam. Nirgends
                                                                        fragt es –

Ich bins, ich,
ich lag zwischen euch, ich war
offen, war
hörbar, ich tickte euch zu, euer Atem
gehorchte, ich
bin es noch immer, ihr
schlaft ja.


*

                       Bin es noch immer –

Jahre.
Jahre, Jahre, ein Finger
tastet hinab und hinan, tastet
umher:
Nahtstellen, fühlbar, hier
klafft es weit auseinander, hier
wuchs es wieder zusammen - wer
deckte es zu?


*

                                                     Deckte es
                                                               zu – wer?

Kam, kam.
Kam ein Wort, kam,
kam durch die Nacht,
wollt leuchten, wollt leuchten.

Asche.
Asche, Asche.
Nacht.
Nacht-und-Nacht. – Zum
Aug geh, zum feuchten.


*

               Zum
                                 Aug geh,
                                                                     zum feuchten –

Orkane.
Orkane, von je,
Partikelgestöber, das andre,
du
weißts ja, wir
lasens im Buche, war
Meinung.

War, war
Meinung. Wie
faßten wir uns
an – an mit
diesen
Händen?

Es stand auch geschrieben, daß.
Wo? Wir
taten ein Schweigen darüber,
giftgestillt, groß,
ein
grünes
Schweigen, ein Kelchblatt, es
hing ein Gedanke an Pflanzliches dran –

grün, ja
hing, ja
unter hämischem
Himmel.

An, ja,
Pflanzliches.

Ja.
Orkane, Par-
tikelgestöber, es blieb
Zeit, blieb,
es beim Stein zu versuchen – er
war gastlich, er
fiel nicht ins Wort. Wie
gut wir es hatten:

Körnig,
körnig und faserig. Stengelig,
dicht;
traubig und strahlig; nierig,
plattig und
klumpig; locker, ver-
ästelt –: er, es
fiel nicht ins Wort, es
sprach,
sprach gerne zu trockenen Augen, eh es sie schloß.

Sprach, sprach.
War, war.

Wir
ließen nicht locker, standen
inmitten, ein
Porenbau, und
es kam.

Kam auf uns zu, kam
hindurch, flickte
unsichtbar, flickte
an der letzten Membran,
und
die Welt, ein Tausendkristall,
schoß an, schoß an.


*

                         Schoß an, schoß an.
                                                                                Dann –

Nächte, entmischt. Kreise,
grün oder blau, rote
Quadrate: die
Welt setzt ihr Innerstes ein
im Spiel mit den neuen
Stunden. – Kreise,

rot oder schwarz, helle
Quadrate, kein
Flugschatten,
kein
Meßtisch, keine
Rauchseele steigt und spielt mit.

*

                                                               Steigt und
                                                                                 spielt mit -

In der Eulenflucht, beim
versteinerten Aussatz,
bei
unsern geflohenen Händen, in
der jüngsten Verwerfung,
überm
Kugelfang an
der verschütteten Mauer:

sichtbar, aufs
neue: die
Rillen, die

Chöre, damals, die
Psalmen. Ho, ho-
sianna.

Also
stehen noch Tempel. Ein
Stern
hat wohl noch Licht.
Nichts,
nichts ist verloren.

Ho-
sianna.

In der Eulenflucht, hier,
die Gespräche, taggrau,
der Grundwasserspuren.


*

                   (– – taggrau,
                                                               der
                                                                     Grundwasserspuren –


Verbracht
ins Gelände
mit
der untrüglichen
Spur:

Gras.
Gras,
auseinandergeschrieben.)

© 1959 S. Fischer Verlag Frankfurt am Main
from: Sprachgitter
Frankfurt am Main: S. Fischer / Fischer TB, 1959
Audio production: NDR 1965, 1967

Trangføring

挪威文

Innbrakt i
landskapet
med det usvikelige sporet:

Gress, skrevet i stykker. Hvite steiner,
med skygger av strå:
Les ikke mer - se!
Se ikke mer - gå!

Gå, timen din
har ingen søstre, du er -
er hjemme. Et hjul ruller,
langsomt, av seg selv, eikene
klatrer,
klatrer opp svart eng, natta
trenger ingen stjerner, ingen steder
spørres det etter deg.

*

                                  Ingen steder
                                                     spørres det etter deg -
Stedet, der de lå, det har
et navn - det har
ingen. De lå ikke der. Noe
lå mellom dem. De
så ikke gjennom.

Så ikke, nei,
snakket om
ord. Ingen
våknet,
søvnen
kom over dem.

*

                               Kom, kom. Ingen steder
                                                                        spørres det -
Det er jeg, jeg,
jeg lå mellom dere, jeg var
åpen, var
hørlig, jeg tikket høyt og deres pust
adlød, det
er stadig jeg, dere
sover jo.

*

                                                                   Er stadig jeg -
År.
År etter år, en finger
famler oppover, nedover, føler
seg fram:
sting, følbare, her
står det vidåpent, her
grodde det sammen igjen - hvem
dekket det til?

*

                                                     Dekket det
                                                                      til - hvem?

Kom, kom.
Kom et ord, kom,
kom gjennom natta,
ville lyse, ville lyse.

Aske.
Aske, aske.
Natt.
Natt-og-natt. - Gå
til øyet, det våte.

*

                                                Gå
                                                       til øyet,
                                                                    det våte –

Orkaner.
Orkaner, fra urtiden,
partikkelføyke, det andre,
du

vet j o det, vi
leste i boka, det
var mening.

Var, var
mening. Hvordan
grep vi hverandre
an - an med
disse hendene?

Det sto skrevet også, det.
Hvor? Vi
la en stillhet over det,
giftmettet, stor,
en
grønn
stillhet, et begerblad, det
hadde et anheng, en vegetabilsk tanke -

grønn, ja,
hang, ja,
under en lumsk
himmel.

An, ja.
Vegetabilsk.

Ja.
Orkaner, par-
tikkelføyke, det var
tid igjen, tid
for å prøve hos steinen - den
var gjestfri, den
brøt ikke inn. Så
godt vi hadde det:

Kornet,
kornet og fillet. Stenglet,
tett;
druet og strålet; nyret,
skivet og
klumpet: løst, for-
greinet -: den, det
brøt ikke inn, det
snakket,
snakket gjerne til tørre øyne, før det lukket dem.

Snakket, snakket.
Var, var.

Vi
ga oss ikke, vi sto
i midten, et
porebygg, og
det kom.

Kom til oss, kom
gjennom, flikket
usynlig, flikket
på den siste membranen,
og
verden, et tusenkrystall,
skjøt opp, skjøt opp.

*

                                            Skjøt opp, skjøt opp.
                                                                              Da-
 
Netter, utskilt. Sirkler,
grønne eller blå, røde
kvadrater: verden
setter sitt innerste inn
i spillet med de nye
rimene. - Sirkler,
røde eller svarte, lyse kvadrater, ingen
flyskygge,
intet
målebord, ingen
røyksjel stiger og spiller med.

*

                                                Stiger og
                                                                spiller med -

Uglene i kveldinga, ved
forsteinet skabb,
ved
våre flyktede hender, i
den yngste forkastningen,
over
skytevollen på
den begravde muren:

synlig, på
nytt: fu-
rene,

korene, dengang,
salmene. Ho, ho-
sianna.

Sånn sett
står templene ennå. En
stjerne
har da stadig lys.
Ingenting,
intet er tapt.

Ho-
sianna.

Uglene i kveldinga, her,
samtalene, dagsgrå,
av grunnvannsspor.

*

                                  (- - dagsgrå,
                                                       av
                                                            grunnvansspor -

Innbrakt
i landskapet
med
det usvikelige
sporet:

Gress.
Gress,
skrevet i stykker.)

Til norsk ved Øyvind Berg



In: Paul Celan: Dikte. Utvalg, gjendiktning og etterord
ved Øyvind Berg. Oslo: Kolon Forlag 1996.


© Kolon Forlag 1996

Corona

德文 | Paul Celan

Aus der Hand frißt der Herbst mir sein Blatt: wir sind Freunde.
Wir schälen die Zeit aus den Nüssen und lehren sie gehn:
die Zeit kehrt zurück in die Schale.

Im Spiegel ist Sonntag,
im Traum wird geschlafen,
der Mund redet wahr.

Mein Aug steigt hinab zum Geschlecht der Geliebten:
wir sehen uns an,
wir sagen uns Dunkles,
wir lieben einander wie Mohn und Gedächtnis,
wir schlafen wie Wein in den Muscheln,
wie das Meer im Blutstrahl des Mondes.

Wir stehen umschlungen im Fenster, sie sehen uns zu von der
                                                                Straße:
es ist Zeit, daß man weiß!
Es ist Zeit, daß der Stein sich zu blühen bequemt,
daß der Unrast ein Herz schlägt.
Es ist Zeit, daß es Zeit wird.

Es ist Zeit.

© 1952 Deutsche Verlags-Anstalt München
in der Verlagsgruppe Random House GmbH

from: Mohn und Gedächtnis
München: Deutsche Verlags-Anstalt , 1952
Audio production: HR 1963

Korona

挪威文

Høsten eter løvet sitt av min hånd: vi er venner.
Vi knekker tiden fra nøttene, lærer den gå:
tiden går inn igjen i skallet.

I speilet er søndag,
i drømmen soves det,
munnen snakker sant.

Øyet mitt stiger ned til min elskedes kjønn:
vi ser på hverandre,
vi snakker mørkt,
vi elsker hverandre som minne og valmue,
vi sover som vin i skjell,
som havet i månens blodskinn.

Vi tar rundt hverandre i vinduet, de ser oss fra gata:
det er på tide man vet!
Det er på tide at steinen gir seg til å blomstre,
at uroen slås av et hjerte.
Det er på tide det blir tid.

Det er på tide.

Til norsk ved Øyvind Berg



In: Paul Celan: Dikte. Utvalg, gjendiktning og etterord
ved Øyvind Berg. Oslo: Kolon Forlag 1996.


© Kolon Forlag 1996