בימי כּוֹלֵרה

פָּנֵינוּ זֶה לְזֶה,
גַּבֵּנוּ לְפֻרְעָנֻיּוֹת הָעוֹלָם.
מֵאֲחוֹרֵי הָעֵינַיִם
וְהַוִּילוֹנוֹת הָעֲצוּמִים,
בְּבַת אַחַת
שָׁרָב וּמִלְחָמָה.
הַשָּׁרָב יָפוּג רִאשׁוֹן,
רוּחַ קְלוּשָׁה
לֹא תָּשִׁיב אֶת
הַנְּעָרִים הַיְּרוּיִים,
לֹא תַּצֵן
אֶת חֲרוֹן הַחַיִּים.
הַבְּעֵרָה
גַּם אִם תִּתְמַהְמֵהַּ בּוֹא תָּבוֹא,
מַיִם רַבִּים לֹא יְכַבּוּ וכו',
גַּם יָדֵינוּ שֶׁלָּנוּ אָרְכָּן
יָפֶה רַק לְגֵוֵנוּ:
אֲנַחְנוּ הָמוֹן קָטָן מוּסָת
לְהִלָּפֵת לְהִתְנַשֵׁך
לְהִתְבַּצֵּר בַּמִּטָּה
שָׁעָה שֶׁבָּאוּזוֹן מֵעָלֵינוּ
מִתְרַחֵב חִיּוּךְ לַעֲגָנִי.

从: Domestica
Am oved, 2002
录制: Helicon, 2010

In Zeiten der Cholera

Wir schauen einander an,
wenden den Katastrophen der Welt den Rücken zu.
Hinter den Augen  
und den schweren Vorhängen
ist auf einmal
Hitze und Krieg.
Die Hitze beruhigt zunächst,
ein leichter Wind
wird nicht die erschossenen Jungen
zurückbringen,
wird nicht den Zorn der Lebenden
kühlen.
Der Brand,
auch wenn er zögert, wird doch kommen,
die vielen Wasser vermögen nicht zu löschen usw. *
Auch reicht die Länge unserer Hände
nur für unsere Körper.
Wir sind eine kleine Meute, dazu aufgehetzt,
uns im Bett zu winden, zu beißen,
zu verschanzen,
während sich im Ozon über uns
ein verächtliches Lachen breit macht.
 


*Anmerk. der Übers.: Hoheslied bzw. Gesang der Gesänge, 8,7A:
„Die vielen Wasser vermögen nicht die Liebe zu löschen,
/ die Ströme können sie nicht überfluten“ (Buber).

Aus dem Hebräischen von Gundula Schiffer in Zusammenarbeit mit Tal Nitzán