[Stoji kamnita miza]

Stoji kamnita miza – knjiga odprta,
svinčnik in krivček, ki ga je ošpičil –,
v tihem zavetju senčnatega vrta,
okinčana z zbledelim drekcem ptičjim,

in čas stoji – in veter se je ustavil –
in palček mavčnat, sin čezplotni kiča,
in ladja v mrčnati morja daljavi
in kar nam je obljubil naš Zveličar

in sleherna bil trave v nebes mili
stoji, tako rekoč vanj raste, zdaleč,
petelin, vzmahujoč spočito s krili
– kure okrog so gledat ga obstale –,

stoji na gnoju, vse stoji za hipec,
ko se zalotiš, še s sledjo nasmeha,
'Živim in bom umrla –', – in iz lipe
sinica spet se peti ne upeha.

© Milan Jesih
Iz: Jambi
Ljubljana: Mladinska knjiga, 2000
Avdio produkcija: Literaturwerkstatt Berlin, 2006

[Es steht ein Tisch aus Stein]

Es steht ein Tisch aus Stein – offen das Buch,
ein Bleistift, ein Krummmesser, das ihn gespitzt –,
in des schattigen Gartens stillem Schutz
herausgeputzt mit der Vöglein gebleichtem Mist

und Zeit steht still – der Wind ist stehngeblieben,
und ein Gipszwerg, Kitschsohn in Nachbars Gartensand,
und ein Schiff in fernen Meerestrüben,
und was versprochen uns der Heiland

und jeder Grashalm in linden Himmel steht,
wächst sozusagen in ihn hinein, weit drüben,
ein Hahn, der ausgeruht, mit Flügelschlag anhebt,
– die Hennen, ihm zuzusehn, sind stehengeblieben –,

steht auf dem Mist, alles bleibt stehen für den Augenblick,
wenn du dich ertappst, noch mit eines Lächelns Rest,
‘Ich lebe und werde sterben –’, sagt sie, – und aus der Linde
die Meise schon wieder nicht das Singen lässt.

übersetzt von Franz Josef Czernin in Zusammenarbeit mit Urska P. Cerne