Charl-Pierre Naudé

afrikanščina

Sylvia Geist

nemščina

Eergister en môre, met visse

Tyd
is die naam wat ons gee
aan die een wat in nat
beton getrap het,
lank gelede, en ons só nimmer verlaat
in die hede.

Om te begryp
is moeilik;
omhelsing nog swaarder.

Die wind fluit deur die peule,
soos die geheue
deur pieksels.
Dit roep herrysenis
soos ’n beeld by die naam,
’n hele dorpie bestaan
in ’n akwarel
– die treknet word gelig –
van diep uit die water.

Daar word ’n CD-opname
gegrif
op die bodem van ’n meer;
die konsentriese kringe
van maalkolke

sing
in my vingerafdruk.

© Charl-Pierre Naudé
Iz: Al die lieflike dade
Cape Town: Tafelberg, 2014
Avdio produkcija: Literaturwerkstatt Berlin, 2015

Untiefen in der Ewigkeit

Zeit
ist unser Name für jene,
die in der Vergangenheit
über nassen Zement
gegangen sind

und uns folglich nie
verlassen
in der Gegenwart.

Sie zu fassen,
ist schwierig.
Zu umarmen, noch schwerer.

Der Wind pfeift durch die Spelzen
wie Erinnerung
in Pixeln.
Er ruft Auferstehung hervor
wie ein Bildnis nach seinem Namen;
ein Aquarell lässt
eine ganze Stadt erstehen
- das Schleppnetz wird eingezogen -
aus wässerigen Tiefen.

Der Gezeitenstrom brennt eine CD
am Boden
eines Sees;
die konzentrischen Kreise
von Whirlpools

singen
in meinem Fingerabdruck.

Deutsch von Sylvia Geist