Kim Yideum

корейский

Simone Kornappel

немецкий

푸른 수염의 마지막 여자

나의 열쇠는 피를 흘립니다 내 사전도 피를 흘립니다 내 수염도 피를 흘리고 저절로 충치가 빠졌습니다 내 목소리는 굵어지고 주름도 굵어지고 책상 서랍의 쥐꼬리는 사라졌습니다 소문대로 난 일 년의 절반 지하실과 지상을 공평하게 떠돕니다

나의 눈에서 물이 흐릅니다 한쪽 눈알은 말라빠졌습니다 두 다리의 무릎까지만 털이 수북합니다 음부의 반쪽에선 생리가 나오고 오른쪽 사타구니엔 정액이 흘러내립니다 백 년에 한 번 있는 일입니다만

하하하 농담 그냥 여자도 남자도 아니고 죽은 것도 산 것도 아니라는 말을 요즘 유행하는 환상적 어투로 지껄인 겁니다 말도 하기 귀찮다는 예 바로 그 말입죠

자자 내게 제모기와 쥐덫은 그만 보내시고요 이가 들끓는 가발도 처치곤란입니다 도려서 얹어놓은 과일들 이 모든 쓰레기는 충분해요 머리맡에 양초든 향이든 피우지 마세요 죽겠네 정말 꽃무더기 따위 묶어오지 말라니까요

죽은 장미가 그랬죠 너는 아름답구나

지금은 뼈만 남은 늙은이와 놀다 쉬는 참입니다 매일 한두 명과 그러고 그러지만 어떤 날은 여자애들이 한꺼번에 들이닥쳐 정신이 나갑니다 공동묘지로 허가 났나요 전기가 끊어지고 수도관이 막힌지도 한참 됐어요 하긴 정신차린다는 말의 뜻도 모르지만 제발 축언은 닥치고요 축복도 그만 좀 주세요

지하실엔 매달 공간이 없답니다 정원에도 파묻을 자리가 없구요 누군 나더러 불러들였다는데 제 발로 찾아와 발가벗는데 난들 별 수 있나요 공평하게 대할 수밖에

내게 없는 걸로 주세요 가령 고통이니 절망 허무랄까 뭐 한 번도 경험하지 못한 사전에만 있는 그 말의 뜻이 통하게요 안 될까요 그럼 견딜 수 없는 같이 흔해빠진 문구를 써먹을 수 있는 어쩌구 저쩌구 혹은 질투라는 단어에 적합한 대상을 보내주세요

누가 봤을까요 나도 못 봤는데

그러나 나는 아름다워요

© Kim Yideum
Из: CHEER UP FAMME FATALE
Moonji Publishing, 2007
Аудиопроизводство: Haus für Poesie, 2022

blaubarts letzte frau

mein schlüssel verliert blut. mein wörterbuch verliert blut, mein bart verliert ebenso blut, und meine schlechten zähne sind ohne jedes zutun ausgefallen. meine stimme ist tiefer, die falten tiefer geworden und der rattenschwanz aus der schreibtischschublade verschwunden. die hälfte des jahres, genau so geht das gerücht, verbringe ich herumwandernd, fair aufgeteilt zwischen kellergeschoss und dem darüber.


ein auge tränt. das andere auge ist knochentrocken. meine beiden beine sind mit haaren bedeckt, das aber nur bis zu den knien. aus der einen seite meines schritts topft das blut, aus der anderen seite rinnt sperma. das passiert vielleicht einmal alle hundert jahre.


hahaha, bloß ein scherz. ich fabuliere mir was zusammen. ich bin weder weiblich noch männlich, weder lebendig noch tot. so weit, so modern das gerede, weißt du. ja, so ist es, sogar zu faul zum sprechen bin ich.


na, na. jetzt hör auf, mir haarentferner und fallen zu schicken. ich weiß noch nicht mal, was ich mit all diesen verlausten perücken machen soll. all das obst, aufgeschnitten und arrangiert. der müll reicht mir. jetzt hör auf, duftkerzen oder weihrauch direkt neben meinem kopf anzuzünden. ich werde sterben. wirklich, ich hab dir gesagt, keine blumenhaufen mehr, die zu sträußen gebunden sind.


eine tote rose sagte einmal zu mir: du bist so schön.


Ich ruh mich grad nur aus vom spielen mit den alten herrschaften, die nur noch aus knochen bestehen. ich mache dies und das, für üblich mit ein oder zwei alten am tag. doch manchmal platzen all die frauen herein und ich verliere den verstand. ist das ein friedhof hier? der strom ist schon länger abgestellt, die rohre bereits verstopft. ich weiß nicht mal, was seinen scheiß geregelt bekommen bedeutet, also bitte, halt die fresse. du brauchst keinen segen mehr zu sprechen, hör auf mit den frommen wünschen.


wir haben nicht mehr genug platz, um die leichen im keller aufzuhängen. wir haben auch keinen platz mehr, um die leichen im garten zu vergraben. vom hörensagen bin ich es, der sie herlockt, aber was soll ich machen, wenn sie freiwillig kommen und sich ausziehen? ich muss das fair aufteilen, jedem gerecht werden.


gib mir doch etwas, das ich habe. schmerz zum beispiel, verzweiflung oder sinnlose leere. etwas, das ich noch nie erlebt habe, etwas, das nur in einem wörterbuch auftaucht. wie bitte? dann gib mir eine szenerie, in der ich unerträglich banale ausdrücke verwenden kann. oder jemanden, den ich als eifersüchtig hinstellen kann.


ich frage mich, ob mich jemand gesehen hat. ich hab mich selbst ja nicht mal gesehen.

aber ich bin trotzdem schön. 

Übersetzung aus dem Koreanischen von Simone Kornappel