Delimir Rešicki

хорватский

Alida Bremer

немецкий

Zamak

Za Mariju Čudinu


Samo zato što nije
napadalo dovoljno snijega
Lacan nikada nije stigao
pronaći put u Zamak.

Samo dvojica, bez pitanja
u savršeno pravilnim razmacima
daruju život:

bog i zaborav.

Tako je pisalo na školskoj ploči.

Zamak na trenutak prevari spavača.

Toga jutra
on prvi probuđen
pospano gleda u bijela, beskrajna polja.

Pucaju od zime
stabla u šumarku
kao mrtve kosti
u najlonskim vrećama.

Nije još vrijeme za ustati
premda se, kada iznova usne
neće vratiti prizor sa Zamkom.

Plitki tragovi u snijegu, nevidljive
ranice na jeziku. Tišina.

U gostionici izokrenute stolice
spavaju na stolovima i
plavim, kariranim stolnjacima.

Portret čovjeka pognute glave.

Toplo je u štalama.

Sleđene grančice
u napola srušenome gnijezdu selice
srce je samotne gnoze.

Anđeo smrti, kaže legenda
koju sam izmislio samo za tebe
ima glas koji podjeća na praporce
usamljenih sanjki u noći
kada spušta se most na ulazu u Zamak.

Dugo već nisi pitala tko sam.

U zimskome snu
šišmiši skriveni u ruševnom tornju crkve
obješeni o nebo kao sveta slova
koja nitko ne zna pročitati.

Kada opet polete nećeš
znati da tamo pisalo je
postoji li ili ne postoji
put do Zamka.

© Delimir Rešicki
Из: Aritmija
Zagreb: Meandar, 2005
Аудиопроизводство: Slavonski radio, 2008

Das Schloss

Für Marija Čudina

Nur deshalb
weil nicht genügend Schnee gefallen war
fand Lacan nie
den Weg zum Schloss.

Nur diese beiden schenken Leben
ohne Fragen zu stellen
in genauen und regelmäßigen Zeitabständen:

Gott und das Vergessen:

So stand es auf der Schultafel geschrieben.

Das Schloss kann den Schlafenden für einen kurzen Moment täuschen.

An dem Morgen
wachte er als Erster auf
und schaute verschlafen auf die weißen, unendlichen Felder.

Die Bäume im Hain
zerbersten vor Kälte
wie tote Knochen
in Plastiktüten.

Es ist noch nicht die Zeit um aufzustehen
obwohl die Szene mit dem Schloss nicht zurückkehren wird
wenn er wieder einschläft.

Flache Spuren im Schnee, unsichtbare
Schrammen auf der Zunge. Stille.

Im Wirtshaus schlafen die umgedrehten Stühle
auf den Tischen und
den blauen, karierten Tischdecken.

Das Portrait eines Mannes mit gesenktem Kopf.

Es ist warm in den Ställen.

Vereiste Zweige
im halb zerstörten Nest eines Zugvogels
bilden das Herz der einsamen Gnosis.

Der Todesengel, so die Legende
die ich nur für dich erdacht habe
hat eine Stimme, die an die Schellen
des einsamen Schlittens in der Nacht erinnert
wenn die Brücke am Schlosseingang heruntergelassen wird.

Du hast schon lange nicht gefragt, wer ich bin.

Fledermäuse im Winterschlaf
versteckt im baufälligen Kirchturm
aufgehängt am Himmel wie heilige Buchstaben
die niemand entziffern kann.

Wenn sie wieder fortfliegen
wirst du nicht wissen, dass dort geschrieben stand
ob es den Weg zum Schloss gibt
oder nicht.

Aus dem Kroatischen von Alida Bremer