Andreas Ecke 
Translator

on Lyrikline: 23 poems translated

from: holandês to: alemão

Original

Translation

Een zoon van niemendal

holandês | Luuk Gruwez

Sterven was het snelste wat je deed:
van zoveel vlees had ik verwacht
dat het kilo per kilo overleed
met veel vertoon en variété.
Eén stuip volstond, en dat was dat.

Je lichaam was je lievelingsplek.
Het kon heel stijlvol vadsig zijn.
Je ging alleen om te bewijzen
hoe het gelijk van vaders is
en hoe het ongelijk van lijken.

Voor afscheid had je geen talent.
Nog pest je mij vanuit je kist
met al je trots, verkeerd belegd
in mij, een zoon van niemendal:
een ziekte met vier poten en een kop.

Ik moest het altijd beter doen,
nooit goed in woede en in moed,
zelfs onderdanig aan je lijk:
dat waardig lijk dat vader bleef
en waar geen gram van rest.

© beim Verlag
from: Dikke mensen
Amsterdam: De Arbeiderspers, 1990
Audio production: het beschrijf, brüssel 2002

Ein Sohn zum Abgewöhnen

alemão

Im Sterben warst du endlich einmal flott,

ich hatte mir bei so viel Fleisch gedacht,

es käme jedes Kilo einzeln dran,

mit Paukenschlag, Bumbum und Tschingdara.

Ein Zucken aber, und es war vollbracht.


Dein Körper war dein Lieblingsort,

du trugst dein träges Fett mit Stil,

du gingst nur hops, um zu beweisen,

wie überlegen Väter sind,

wie unterlegen dafür Leichen.


In Abschied warst du nie begabt,

piesackst mich noch in deinem Sarg

mit deinem Stolz, falsch angelegt

In deinem Sohn, in dieser Krankheit

Mit vier Beinen, Hals und Kopf.


Ich war dir niemals gut genug,

war immer schwach in Wut und Mut,

noch deiner Leiche untertan,

der Leiche, die so würdig Vater blieb,

und hinterlässt nicht mal ein Gramm.


Aus dem Niederländischen von Ard Posthuma



Eine Null von einem Sohn


Sterben war das Schnellste, das du tatest:

Von soviel Fleisch hatte ich erwartet,

daß es Kilo für Kilo abtreten würde

mit viel Theater und Variété.

Ein Zucken reichte, und das war’s.


Dein Körper war dein Lieblingsplatz.

Er konnte sehr stilvoll träge sein.

Du gingst nur weg, um zu beweisen,

daß das Recht auf seiten der Väter ist

und das Unrecht auf seiten der Leichen.


Für Abschied hattest du kein Talent.

Noch jetzt aus dem Sarg heraus ärgerst du mich

mit all deinem Stolz, falsch angelegt

in mir, einer Null von einem Sohn:

Einer Krankheit mit vier Beinen und einem Kopf.


Ich sollte immer alles besser machen,

nie gut genug in Wut und Mut,

untertan selbst noch deiner Leiche:

dieser würdigen Leiche, die Vater blieb

und von der nicht ein Gramm bleibt.


Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

Aus dem Niederländischen von Ard Posthuma und von Andreas Ecke

[Zij voeren naar de poorten van de hemel]

holandês | Geert van Istendael

'Verlangen steeds, verliezen toch.'
                                  J.J. SLAUERHOFF - Een eerlijk zeemansgraf

Zij voeren naar de poorten van de hemel,
de nacht beloofde alles, achter sterren
een gouden lichtplas, luxueus vermorst.

Zij dreven over wateren van vergeten,
hun weg was lang geweest, als zand hun dorst,
hun reis een raadsel als een mensenleven.

Het einde kwam nabij. De laatste veerman
had zware tol geëist. De laatste branding
zou hen verheffen tot het paradijs.

Waar zijn zij heen? Waar zijn zij aangeland?
Hoe stil zijn zwarte vrouwen op een strand.

© Atlas
from: Taalmachine
Amsterdam / Antwerpen: Atlas, 2001
Audio production: het beschrijf, Brussels 2002

[Sie fuhren zu den hohen Himmelspforten]

alemão

´Verlangen immer, verlieren ohnehin.´
      J. J. Slauerhoff - Ein anständiges Seemannsgrab  

Sie fuhren zu den hohen Himmelspforten,
die Nacht verhieß ja alles, hinter Sternen
war goldnes Licht, verschwenderisch vergossen.

Sie trieben über Wasser des Vergessens,
ihr Weg war lang, und heiß wie Sand ihr Durst,
die Fahrt ein Rätsel wie ein Menschenleben.

Das Ende ist jetzt nah. Der letzte Fährmann
hat hohen Zoll verlangt. Die letzte Brandung
wird sie erheben, hoch zum Paradies.

Wo sind sie hin? Wo gingen sie an Land?
Wie still sind schwarze Frauen auf dem Strand.

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

ZONDER HANDEN

holandês | Paul Bogaert

Een achtarmige snelbinder zo aangespannen
dat het vanwege de haken en de spankracht
gevaarlijk is de ogen er dichter bij te houden
dan nodig om het te zien: dit is het beeld
dat u kan helpen in te komen in wat volgt.
Breng het niet in verbinding met uzelf.
Het zijn mijn kaken.
Mocht ik jonger zijn en leven in een ander tijdsgewricht,
ik had u niet geschreven. Ik had u aangeraden
uit de buurt te blijven, de spieren van uw buik
een uurlang te masseren of de beweging van de mond
als iets beperkts te zien. Ik had u links en rechts
gekust. Ik had u
op het hart gedrukt wiens adem naar bagage ruikt, te mijden.

© 1996 Meulenhoff, Amsterdam
from: Welcome hygiëne
Amsterdam: Meulenhoff, 1996
Audio production: Het Beschrijf, 2004

OHNE HÄNDE

alemão

Eine achtarmige Gepäckspinne so gespannt,
daß es wegen der Haken und der Spannkraft
gefährlich ist, mit den Augen näherzukommen
als nötig, um sehen zu können: Das ist das Bild,
das Ihnen helfen kann, das Folgende zu erfassen.
Beziehen Sie es nicht auf sich.
Es sind meine Kiefer.
Wäre ich jünger und lebte in anderen Zeitläuften,
hätte ich Ihnen nicht geschrieben. Ich hätte ihnen geraten,
nicht in meine Nähe zu kommen, die Muskeln Ihres Bauchs
eine Stunde lang zu massieren oder die Bewegung des Mundes
als etwas Eingeschränktes zu sehen. Ich hätte Sie links und rechts
geküßt. Ich hätte Ihnen
ans Herz gelegt, den zu meiden, dessen Atem nach Gepäck riecht.

Übertragen von Andreas Ecke
in Schreibheft, Zeitschrift für Literatur 62, Mai 2004.

ZIJN REGELS

holandês | Paul Bogaert

Is hij ziek, dat hij zo bleek ziet?
Het zetelvulsel blijft, het voedsel
in zijn voorhoofd blijft.
Achter het ijzergaas loopt er een kip,

een dikke. Verder, binnen, dat is
een printer en ook de bomen zijn te horen.  
Regelmatig slikt het in zijn oren, hij  
denkt: het sap in de bladeren is

niet gazeuse, lauw en hij draait
- zijn keel is diep - de ramen open
van de limousine. Wat is dit voor een duizeling?

Maar hij heeft zijn handen en de tuinstoel  
is verstelbaar.

© 1996 Meulenhoff, Amsterdam
from: Welcome hygiëne
Amsterdam : Meulenhoff, 1996
Audio production: Het Beschrijf, 2004

SEINE REGELN

alemão

Ist er krank, so blaß, wie er aussieht?
Die Sitzfüllung bleibt, die Nahrung
in seiner Stirnhöhle bleibt.
Hinter dem Drahtgewebe läuft ein Huhn,

ein dickes. Weiter weg, drinnen, das ist
ein Drucker, und auch die Bäume sind zu hören.
Regelmäßig schluckt es in seinen Ohren, er
denkt: der Saft in den Blättern ist

kein Sprudel, lau, und er kurbelt
- sein Organ ist tief - die Fenster herunter
in der Limousine. Was ist das für ein Schwindelgefühl?

Aber er hat ja Hände, und der Gartenstuhl
ist verstellbar.

Übertragen von Andreas Ecke
in Schreibheft, Zeitschrift für Literatur 62, Mai 2004.

Zij

holandês | Bernard Dewulf

Wij doen ondeelbaar, hart aan hart,
maar slapen ieder onze nacht.
Haar lichaam ademt in mij voort
en binnen word ik weggedacht.

Woont daar iemand die bestaat
als zij zich sluit? Alles is
zo denkbaar in dit hoofd, ik
raak er niet in en niet uit.

Ik ken haar enkel in mijn armen,
zij houdt mij eeuwig op de tast.
Zij slaapt en wie is zij
die morgen weer in alles past?

© Bernard Dewulf
from: Waar de egel gaat. Gedichten
Amsterdam/Antwerpen: Atlas, 1995
ISBN: 90
Audio production: 2001 M. Mechner, literaturWERKstatt berlin

Sie

alemão

Wir tun untrennbar, Herz an Herz,
und doch schläft jedes seine Nacht.
Ihr Körper atmet auch in mir
und innen werde ich weggedacht.

Wohnt dort jemand, den es gibt,
wenn sie sich schließt? Alles ist
so denkbar in diesem Kopf, ich
komme nicht hinein und nicht hinaus.

Ich kenne sie nur in meinen Armen,
sie läßt mich ewig weitertasten.
Sie schläft, und wer ist sie,
die morgen wieder in alles paßt?

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

Zeis

holandês | Geert van Istendael

IJzer slaat ijzer op een stoel van ijzer,
gehaard, gehard vindt zij haar ware aard,
cirkelsegment op snee, haar ware doel,
het zwad dat zij onthoofdde, aait en draait.
De wetsteen scherpt haar in: wees koel, wees wreed.

Het zandglas en de knekels zijn haar vreemd,
in dauw op gras vindt zij haar element.
Zie hoe zij zwaaiend door het hooiland rent.

© Atlas
from: Taalmachine
Amsterdam / Antwerpen: Atlas, 2001
Audio production: het beschrijf, Brussels 2002

Sense

alemão

Eisen schlägt Eisen auf Eisengestell,
gedengelt, gehärtet, findet sie ihr wahres Selbst,
Kreissegment und Schneide, ihren wahren Zweck,
Büschel Gras, das sie enthauptet, liebkost und dreht.
Der Wetzstein schärft ihr ein: sei kalt, sei roh.

Das Stundenglas, die Knochen sind ihr fremd,
das tauige Gras ist ihr Element.
Seht, wie sie schwingend übers Heuland rennt.

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

WELCOME HYGIENE

holandês | Paul Bogaert

Wat je zei was onverdund.
En het bleek ook efficiënt:
ik zie niks meer. Mijn hoofd is proper
nu en wit. Het is gedaan.

Ik duwde eerst mijn ogen in
en hield mijn hoofd naar achteren.
Dan goot ik de gaten vol
met eau de javel en white spirit.

Dat alles weggaat is een waan.
Het is de lucht die ijlig is.
Geef me tijd om bij te komen.

Begraaf me waar ik water
vroeg en laat me zijn – buiten bereik –
van vis.

© 1996 Meulenhoff, Amsterdam
from: Welcome hygiëne
Amsterdam: Meulenhoff, 1996
Audio production: Het Beschrijf, 2004

WELCOME HYGIENE

alemão

Was du sagtest, war unverdünnt.
Und es erwies sich auch als wirksam:
Ich sehe nichts mehr. Mein Kopf ist proper
jetzt und weiß. Es ist vollbracht.
Ich drückte mir erst die Augen ein
und legte den Kopf in den Nacken.
Dann goß ich die Höhlen voll
mit Eau de Javel und White Spirit.
Daß alles weggeht, ist ein Wahn.
Es ist die Luft, die eilig ist.
Gib mir Zeit, wieder zu mir zu kommen.
Begrabe mich, wo ich um Wasser
bat, und laß mich aus Fisch sein - außer Reichweite
von Fischen.

Übertragen von Andreas Ecke
in Schreibheft, Zeitschrift für Literatur 62, Mai 2004.

Voor Isolde

holandês | Bernard Dewulf

Wij hadden gedronken. De beker ineens.
Zodat in de daghaast van lichamen
onze lichamen blonken. Wij hadden
de wereld verloren, de wereld ons,
en hielden een hemelbed aan
waarin de stad wegtikken kon.
Het reed met ons rond, deed met ons
wat wij moesten. Dan gaven wij namen
en namen die in de mond.
Zo vond men ons

niet. De ochtend verdraagt geen sage,
zijn licht is zijn zwaard. De trein nam
ons terug, wiegend naar ons bestaan.
Daar lost iemand in blanke handen ons op,
daar heeft een huis ons bewaard.
Wij drinken er, drinken op ons geluk
en lachen blazend het vuur uit
van verjaardagstaarten. Wij gaan dus
niet dood. Gewond van binnen
kussen wij de dag en de mens.
De spiegel die te scheren wil beginnen.

© Bernard Dewulf
from: unveröffentlichtem Manuskript
Audio production: 2001 M. Mechner, literaturWERKstatt berlin

Für Isolde

alemão

Wir hatten getrunken. Den ganzen Becher.
So daß in der Tageseile von Körpern
unsere Körper glänzten. Wir hatten
die Welt verloren, wie die Welt uns,
und hielten ein Himmelbett an,
in dem die Stadt wegticken konnte.
Es fuhr uns herum, tat mit uns,
was wir mußten. Dann gaben wir Namen
und nahmen die in den Mund.
So fand man uns

nicht. Der Morgen erträgt keine Sage,
sein Licht ist sein Schwert. Der Zug nahm
uns zurück, schaukelnd zu unserm Dasein.
Dort löst uns jemand in weißen Händen auf,
dort hat ein Haus uns bewahrt.
Wir trinken dann, trinken auf unser Glück
und lachen blasend die Flammen aus
auf Geburtstagstorten. Werden also
nicht sterben. Innerlich verletzt,
küssen wir Tag und Mensch.
Den Spiegel, der jetzt rasieren will.

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

Thuiskomst

holandês | Bernard Dewulf

Ik heb je lief, al kan ik het niet weten.
Ik bedenk het als je thuiskomt van een dag
in je leven. Maar het is geen gedachte.
Je streelt mijn wang en wie weet,
dat gebaar. Het wordt duizend keer gemaakt
voor het bestaat. Hangt je jas aan de kapstok,
iets van niets, maar morgen ontbreekt het
misschien. Of schudt de dag uit je haar.
Wat ik dan daarin zie, is het begin.
Het huis ontstaat, de tafel neemt plaats,
wij veroorzaken elkaar. Het is toch niet
denkbaar dat iemand dit alles verzint.

© Bernard Dewulf
from: Waar de egel gaat. Gedichten
Amsterdam/Antwerpen: Atlas, 1995
ISBN: 90-254-1203-3
Audio production: 2001 M. Mechner, literaturWERKstatt berlin

Heimkehr

alemão

Ich hab dich lieb, kann ich es auch nicht wissen.
Ich denke es, wenn du heimkommst von einem Tag
in deinem Leben. Aber es ist kein Gedanke.
Du streichelst meine Wange, und wer weiß,
diese Gebärde. Sie wird tausendmal gemacht,
bevor sie wirklich ist. Hängst deinen Mantel auf,
etwas Belangloses, aber morgen fehlt es
vielleicht. Oder schüttelst den Tag aus deinem Haar.
Was ich dann darin sehe, ist der Anfang.
Das Haus entsteht, der Tisch nimmt Platz,
wir rufen einander hervor. Es ist doch nicht
denkbar, daß sich jemand all dies nur ausdenkt.

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

Oma Winnetou

holandês | Luuk Gruwez

Er is een oma in een dorp gestorven,
getikt en niet meer van zichzelf.
Wij weten niet, wij weten amper wie
de aarde nu weer in zich wil.
Die oude doden laten te veel keuze.

Wie sturen wij terug naar af?
Dat juffrouwtje om van te snoepen,
- zij die de charleston al dansen kon,
maar nog vervuld van kinderwinters was?
Die van dertig, trots op dochters,
poepchic aan een Noordzeestrand
terwijl het elders oorlog was?
Of zij die, minstens zestig al,
dolzinnig door de straten jakkerde,
verscholen in een Chevrolet,
alsof zij ergens minnaars had?

Nooit gaan zij samen in een kist,
nooit met z'n allen.

Zelfs die van tachtig moet nu weg,
van wie men onverwachts een dochter nam.
Zo stomverbaasd was zij dat zij vergat te snikken
bij al dat leven uit haar schoot,
daar hondsbrutaal, hardvochtig opgebaard.
En toen de tranen kwamen, veel te laat,
toen droogde zij ze aan haar poedel,
begon te praten, honderduit,
en hield dat bijna tien jaar vol.
Zij stond te popelen om dood te mogen,
fors scheten latend, uren in de wind.
Vindt u het goed dat wij thans die begraven?
Zo'n oma gaat er prima in.

Heimwee, zegt u, larie: heimwee.
Dat is het niet, het is alleen hoe men,
gekaatst tussen het eerste en het laatste,
tussen het laatste en het eerste,
ten slotte altijd in het net belandt.

Een oma wordt hier straks begraven.
De dorpsgrond zindert van de hitte.
Maar welke foto ter gedachtenis?
Op school, verliefd, getrouwd of oud?
Die na een kraambed? Met die blos van bloed?
Dan lijkt het wel of doodgaan blozen doet.
Die van haar allerlaatste bed?
Te stil voor wie zo woelig was.
Het laatste is te vaak altijd.
Het laatste is altijd te lang.

Geen bed met kaars, geen blos, geen kierewiete kop.
Nee, zet er dan haar Chevrolet maar op:
dat geeft die uitvaart flink wat vaart.

Of willen wij tot elke prijs
het meisje dat een musje werd,
die stijve grijze vederdos van bijna negentig,
een uitgemergelde apache
bijeengescharreld in een nachtjapon
- de ogen weifelend, vol heinde en verre,
wachtend op een eeuwig jachtveld.
Hier, waar het telkens nu is,
moeten wij verzamelen, niets dan verzamelen.
Wij moeten verzamelen om te mogen vergeten.

Er is een oma in dit dorp gestorven.
Dement en niet meer van zichzelf.
De klokken luiden, alle klokken luiden
voor wie niet eens meer tsjilpen kon.
Kom, klokken van Deerlijk en Waregem,
van Vichte, van Heestert en verder,
kom, klokken, luid nu maar.
Het is zomer en men staat op straat.
De Beverenstraat, de Hoogstraat, de Vijverputstraat,
die willen het vast allemaal horen.
Verstrek haar marmelade, minnaars, peperkoek
en laat haar neer op een of ander hoempapa
van zuster Euphrasie of Soeur Sourire.
En dan, zodra de aarde op haar ploft,
u allen die daar staat, u die bestaat,
toe, geef het haar dan maar: applaus.

Er is een oma in een dorp gestorven.
Zij was dement en niet meer van zichzelf.
Zij was van heel de wereld,
maar het meest van mij.

© beim Verlag
from: Dieven en Geliefden
Amsterdam: De Arbeiderspers, 2000
Audio production: het beschrijf, brüssel 2002

Oma Winnetou

alemão

Eine Oma ist in einem Dorf gestorben,
plemplem und gar nicht mehr sie selbst.
Wir wissen nicht, wir wissen kaum, wen
die Erde jetzt wiederhaben will.
Zuviel Auswahl bei diesen alten Toten.

Wen schicken wir zum Start zurück?
Dieses Fräulein, das man zum Anbeißen fand
- sie, die schon Charleston tanzen konnte
und doch noch erfüllt war von Kindheitswintern?
Die von dreißig, stolz auf Töchter,
todschick an einem Nordseestrand,
als anderswo der Krieg tobte?
Oder sie, die, mindestens sechzig schon,
wie irrsinnig durch die Straßen raste,
versteckt in einem Chevrolet,
als ob sie irgendwo Liebhaber hätte?

Die kriegt man nie zusammen in den Sarg,
Niemals alle zusammen.

Selbst die von achtzig muß jetzt weg,
der man ganz plötzlich eine Tochter nahm.
Da war sie so perplex, daß sie vergaß zu schluchzen,
vor all dem Leben aus ihrem Schoß,
so dreist, so herzlos aufgebahrt.
Und als die Tränen kamen, viel zu spät,
da trocknete sie die an ihrem Pudel,
fing an zu schwätzen, von tausend Sachen,
und hielt das fast zehn Jahre durch.
Sie brannte drauf, endlich sterben zu dürfen,
ließ kräftig Fürze, stundenlang im Wind.
Einverstanden, wenn wir die jetzt begraben?
So eine Oma geht prima rein.

Heimweh, sagen Sie, Blödsinn: Heimweh.
Das ist es nicht, es ist nur, daß man, hin und her
geschlagen zwischen dem Ersten und Letzten,
zwischen dem Letzten und dem Ersten,
am Ende immer im Netz landet.
 
Eine Oma wird gleich hier begraben.
Der Boden im Dorf in flimmernder Hitze.
Aber welches Foto zur Erinnerung?
Als Schulkind, verliebt, verheiratet, alt?
Nach einer Entbindung, Gesicht blutrot?
Dann scheint’s, als erröte man im Tod.
Oder das vom allerletzten Bett?
Zu still für sie, die so lebhaft war.
Das Letzte ist zu oft für immer.
Das Letzte, das ist immer zu lang.

Kein Bett mit Kerze, keine Röte, kein verwirrter Kopf.
Nein, nehmen wir das mit dem Chevrolet:
Das gibt dem Begräbnis ordentlich Schwung.

Oder wollen wir um jeden Preis
das Mädchen, das ein Spätzchen wurde,
das steife, graue, fast neunzigjährige Federkleid,
einen ausgemergelten Apachen,
zusammengekratzt und in ein Nachthemd gesteckt
- die Augen unschlüssig, voller Nah und Fern,
in Erwartung eines ewigen Jagdgrunds.
Hier, wo immer wieder jetzt ist,
müssen wir sammeln, nichts als sammeln.
Wir müssen sammeln, um vergessen zu dürfen.

Eine Oma ist in diesem Dorf gestorben.
Dement und gar nicht mehr sie selbst.
Die Glocken läuten, alle Glocken läuten
für die, die nicht mal mehr tschilpen konnte.
Kommt, Glocken von Deerlijk und Waregem,
von Vichte, von Heestert und weiter weg,
kommt, ihr Glocken, läutet jetzt mal.
Es ist Sommer, und man steht auf der Straße.
Die Beverenstraat, die Hoogstraat, die Vijverputstraat,
die wollen es ganz bestimmt alle hören.
Verabreicht ihr Marmelade, Liebhaber, Pfefferkuchen
und laßt sie hinab zu irgendeinem Täterä
von Schwester Euphrasie oder Sœur Sourire.
Und dann, sobald die Erde auf sie plumpst,
Sie alle, die Sie dort stehen, die Sie leben,
na, geben Sie ihn ihr doch bitte: Applaus.

Eine Oma ist in diesem Dorf gestorben.
Sie war dement und gar nicht mehr sie selbst.
Sie hat der ganzen Welt gehört,
am meisten aber mir.

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

Moeder 2

holandês | Bernard Dewulf

Omdat mijn haast vertraagt en zij
een stoel zoekt in mijn hart.
Omdat het zomert soms
zo leeg en redeloos
dat ik haar in de tuin te zwijgen leg
opdat ze spreekt.
Omdat haar vel al breekt
in de halsdraai van mijn vrouw.
Omdat zij altijd op mijn arm
uit nieuwe ogen meeziet
en de oude achterliet in mij.
Omdat ik haar niet kwijt mag zijn.

© Bernard Dewulf
from: unveröffentlichtem Manuskript
Audio production: 2001 M. Mechner, literaturWERKstatt berlin

Mutter 2

alemão

Weil meine Hast sich verlangsamt und sie
einen Stuhl sucht in meinem Herzen.
Weil der Sommer manchmal
so leer und sinnlos kommt,
daß ich sie im Garten schweigen lege,
damit sie spricht.
Weil ihre Haut schon reißt
in der Halsbeuge meiner Frau.
Weil sie immer auf meinem Arm
aus neuen Augen mitsieht
und die alten zurückließ in mir.
Weil ich sie nicht verloren haben darf.

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

Moeder

holandês | Bernard Dewulf

Ze zou nu bijna oud zijn,
een bestaande vrouw
met sleet in de vingers.

Op zondag zou ze nagaan
hoe ik overbleef
met iemand die zij herkende.

Ze zou in haar laatste verwarring
een moederorde bewaren
op mijn weerspannige tafel.

En tussen mijn dringende leven,
tussen haar regels
zou ze mijn hele hart ondervragen.

Ik zou een volbrachte zoon zijn,
zij zou de vaat wegdoen
en weer mijn vader ontmoeten.

Ze zou in mijn andere dagen
gelukkig afwezig zijn. Maar dat
zou ik kunnen verdragen.

© Bernard Dewulf
from: unveröffentlichtem Manuskript
Audio production: 2001 M. Mechner, literaturWERKstatt berlin

Mutter

alemão

Sie würde jetzt fast schon alt sein,
eine noch vorhandene Frau
mit Verschleiß in den Fingern.

Am Sonntag würde sie sich vorstellen,
wie ich übrigbliebe
mit jemandem, den sie wiedererkannte.

Sie würde in ihrer letzten Verwirrung
eine Mutterordnung bewahren
auf meinem widerspenstigen Tisch.

Und zwischen meinem dringenden Leben,
zwischen ihren Zeilen
würde sie mein ganzes Herz verhören.

Ich würde ein vollbrachter Sohn sein,
sie würde das Geschirr wegräumen
und wieder meinem Vater begegnen.

Sie würde an meinen anderen Tagen
glücklich abwesend sein. Doch das
könnte ich ertragen.

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

De zwijger

holandês | Luuk Gruwez

Ze huren mij voor feesten en partijen
ter wille van mijn veelbesproken zwijgen
waarmee ik hen vermaken moet
als uitgelezen lekkernij.

Ik word voortreffelijk vergoed,
gevierd, vereerd, gesavoureerd
voor elk uur stilte uit mijn mond.
En met een koele handschoen van glacé
mag een der fraaiste dames mij soms aaien,
genadeloos langs kin en wang.
Mijn lijf blijft stil, een willoos lijk.

Hún mond staat open als een gulp.
Ik ben hun kippenkluif, hun pruim met spek,
hun bitterbal, de made in hun kaas:
de vulling voor een ziel die zich verveelt.
Ik ben hun allerliefste tamme knecht,
begaafd met een voornaam gebrek.

En wordt het laat, dan moet ik hen verlaten.
Dan ben ik moe van hun geschater.
Ik neem een bad en spoel hen van mij af.

Want ik wil niemand mee naar bed
en ik verzwijg dat ik besta,
zelfs bang om in mezelf te praten,
als stonk ik in mijn slaap nog uit hun bek.

© beim Verlag
from: Dikke mensen
Amsterdam: De Arbeiderspers, 1990
Audio production: het beschrijf, brüssel 2002

Der Schweiger

alemão

Sie mieten mich für Feste und für Parties,
mein vielbesprochenes Schweigen zu erleben,
mit dem ich sie erfreuen soll,
als auserlesene Köstlichkeit.

Ich werde fabelhaft bezahlt,
gefeiert, verehrt und hoch geschätzt
für jede Stunde Stille aus meinem Mund.
Und dann, mit kühlem Handschuh aus Glacé,
darf eine der Schönsten mich vielleicht streicheln,
gnadenlos über Kinn und Wange.
Mein Leib bleibt still, ein Leichnam, willenlos.

Ihre Münder stehn offen wie Hosenschlitze.
Ich bin ihr Hühnerbein, Pflaume mit Speck,
Krokettenkloß, die Made im Käse:
die Füllung für eine gelangweilte Seele.
Ich bin ihr allerliebster zahmer Knecht,
begabt mit einem feinen Defekt.

Und wenn es spät wird, muß ich sie verlassen.
Dann bin ich müde von ihrem Gewieher.
Ich nehme ein Bad und spüle sie ab.

Denn ich will mit niemandem ins Bett,
und ich verschweige, daß es mich gibt,
scheue mich sogar, mit mir selbst zu sprechen,
als könnte ich im Schlaf noch aus ihrem Mund stinken.

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

Het geslacht

holandês | Luuk Gruwez

In mannen is het koud en vaak december.
In vrouwen is het meestal mei.
Zij willen glimmen, levenslang,
vermommen zich van top tot teen
om niet voortijdig te verschrompelen.
Zij blijven bezig met verblijven.

In mannen is het koud en houdt het op.
Mijn God, hoe dol zijn zij op eindigen.
Want mannen rammelen zich klaar
en zwaargewapend met zichzelf,
besteden zij hun dagen aan verstijven.

In vrouwen heerst een soepeler geslacht
waarin iets bloesemt, iets ontboezemt,
en waar zij tederheid bewaren
of heimwee naar een meer in Zwitserland.
Zij houden van beginnen en behouden.

In mannen is het oorlog, niets dan oorlog.
In vrouwen wordt geboren, totterdood.
Zij knipperen een poosje met hun ogen,
zij fonkelen, zij woelen even
en daar ontstaat een dapper nageslacht.
Eén man volstaat en het wordt afgeslacht.

In mannen is het koud en vaak december,
in vrouwen is het altijd mei.

© beim Verlag
from: Dieven en Geliefden
Amsterdam: De Arbeiderspers, 2000
Audio production: het beschrijf, brüssel 2002

Das Geschlecht

alemão

In Männern ist es kalt und oft Dezember.
In Frauen ist es meistens Mai.
Sie wollen glänzen, lebenslang,
vermummen sich von Kopf bis Fuß,
um nicht vorzeitig zu verschrumpeln.
Ihr Zweck bleibt immer das Verbleiben.

In Männern ist es kalt und hört es auf.
Mein Gott, wie scharf sind sie aufs Enden.
Denn Männer rammeln sich ans Ziel,
und schwer bewaffnet mit sich selbst,
verbringen sie die Tage mit Versteifen.

In Frauen herrscht ein weicheres Geschlecht,
in dem es blüht und sich ein Herz ergießt
und wo sie Zärtlichkeit bewahren,
auch Heimweh nach Schweizer Seen vielleicht.
Sie lieben das Beginnen und Erhalten.

In Männern herrscht der Krieg und nichts als Krieg.
In Frauen wird geboren, bis zum Tod.
Sie zwinkern ein Weilchen mit den Augen,
sie schimmern und funkeln, sie wälzen sich kurz,
und ein tapferes neues Geschlecht entsteht.
Ein Mann genügt, um es abzuschlachten.

In Männern ist es kalt und oft Dezember,
In Frauen ist es immer Mai.

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

CIRCULAIRE SYSTEMEN – NR. 9

holandês | Paul Bogaert

Men staat voor een sluis
die bedomptheid garandeert.
Dan vindt men instinctief de truc:
men spant wat spieren op, men verraadt
een aarzeling, men duwt zich dan erdoor.
Men ervaart een druk op het oor.
Een weerzinwekkende boventoon.
Een onpersoonlijk denkpatroon.
Maar een systeem verstoort men niet
als men in een draaideur het geliefde ziet.

© 2002 Meulenhoff, Amsterdam
from: Circulaire systemen
Amsterdam: Meulenhoff, 2002
Audio production: Het Beschrijf, 2004

ZIRKULARE SYSTEME - NR. 9

alemão

Man steht vor einer Schleuse,
die Muffigkeit garantiert.
Dann kommt man instinktiv auf den Trick:
Man spannt ein paar Muskeln an, man verrät
ein Zögern, dann drängt man sich durch.
Man spürt einen Druck auf den Ohren.
Einen widerlichen Oberton.
Ein unpersönliches Denkmodell.
Aber ein System stört man nicht,
wenn man in einer Drehtür sein Liebstes sieht.

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

CIRCULAIRE SYSTEMEN – NR. 7

holandês | Paul Bogaert

Het is de wanklank uit de hijger zelf
die hem/haar zo hijgen doet. De onderlip
krult naar wat een hersenkwab
vol echo’s in gevangenschap dicteert.
Men hijgt, pauzeert en hijgt
in een oorzakelijk verband. Niemand
die er tijdens het hijgen last van heeft.
Later verschijnen dieren:
de angsthaas in het reuzenrad,
de kermispony die ’s nachts alles herbeleeft.

© 2002 Meulenhoff, Amsterdam
from: Circulaire systemen
Amsterdam: Meulenhoff, 2002
Audio production: Het Beschrijf, 2004

ZIRKULARE SYSTEME - NR. 7

alemão

Es ist der Mißklang des eigenen Keuchens,
was den/die Keucher/in so keuchen läßt. Die Unterlippe
kräuselt sich, wie es eine Hirnhälfte
voll Echos in Gefangenschaft diktiert.
Man keucht, pausiert und keucht
in ursächlichem Zusammenhang. Niemanden
stört das während des Keuchens.
Später erscheinen Tiere:
der Angsthase auf dem Riesenrad,
das Kirmespony, das nachts alles noch einmal durchlebt.

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

CIRCULAIRE SYSTEMEN – NR. 13

holandês | Paul Bogaert

Men neemt een hoeveelheid details
alsof men een operatie voorbereidt.
Meteen klinken de slaven van de zeggingskracht
zich vast. Een rilling maakt zich klaar.
Hoe snel is men geroerd!
Hoe snel is men afhankelijk!
Hoe snel verleid door iets wat past!
Men ziet de slotgracht niet.
Men hoort een koor, een prachtig lied.
Een menigte, gevankelijk weggevoerd.

© 2002 Meulenhoff, Amsterdam
from: Circulaire systemen
Amsterdam: Meulenhoff, 2002
Audio production: Het Beschrijf, 2004

ZIRKULARE SYSTEME - NR. 13

alemão

Man nimmt eine Anzahl von Details,
als würde man eine Operation vorbereiten.
Sofort fesseln die Sklaven der Beredsamkeit
sich selbst. Ein Schauder macht sich bereit.
Wie schnell man gerührt ist!
Wie schnell man abhängig ist!
Wie schnell verführt von etwas, das paßt!
Man sieht den Schloßgraben nicht.
Man hört einen Chor, ein herrliches Lied.
Eine Menge, gefänglich abgeführt.

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

Breister

holandês | Bernard Dewulf

Laden vol warme halzen
breit zij en komt zo mensen
op het spoor die het jaar door
winter trotseren in haar.

Naalden zijn de laatste taal.
Een na een heeft rijm
de levenden het zwijgen opgelegd.
Toch zijn ze er nog allemaal.

Hun alfabet is een perfect geheim,
het wordt omwonden, niet gezegd.
Wie spreekt kan er niet bij.
Hun gesprek tikt, tikt om mij.

© Bernard Dewulf
from: Waar de egel gaat. Gedichten
Amsterdam/Antwerpen: Atlas, 1995
ISBN: 90-254-1203-3
Audio production: 2001 M. Mechner, literaturWERKstatt berlin

Strickerin

alemão

Schubladenweise warme Hälse
strickt sie und kommt so Menschen
auf die Spur, die das Jahr über
Wintern trotzen in ihr.

Nadeln sind die letzte Sprache.
Nach und nach hat Reif
allen Lebenden Schweigen auferlegt.
Trotzdem gibt es sie alle noch.

Ihr Alphabet ist ein strenges Geheimnis,
es wird umwunden, nicht ausgesprochen.
Wer spricht, kommt nicht heran.
Ihr Gespräch tickt, tickt um mich.

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

Baksteen

holandês | Geert van Istendael

Hij heeft de hoeken van de metselaarshand.
Hij wint de regelmaat van honingraten
als hij met zijns gelijken een verband
vindt. Waterpas. Gevoegd. Hij ademt gaten,
gewelf en poort verlichten zijn verstand.

Hij staat voor niets, stut alles. Hollands straatje,
Romeins riool, van Babel tot gotiek,
hij is het eelt der steden. Soms thermiek.

© Atlas
from: Taalmachine
Amsterdam / Antwerpen: Atlas, 2001
Audio production: het beschrijf, Brussels 2002

Backstein

alemão

Er hat seine Winkel von Maurerhand.
Er findet zum Gleichmaß von Honigwaben,
mit seinesgleichen im Verband.
Waagrecht. Gefugt. Öffnungen atmend,
Gewölbe und Tor erhellen ihm den Verstand.
Steht für nichts, stützt alles. Hollands Sträßchen,
römische Kloake, von Babel bis Gotik,
die Hornhaut der Städte. Manchmal Thermik.

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

Altijd

holandês | Luuk Gruwez

(I)

Er zijn heel tedere machines nodig
om op een mooie dag naar nergens te vliegen.
Propellers, buizen, bouten zijn er nodig,
het vallend blad van een plataan,
misschien het oorsmeer van een kind

en veel van het onmogelijke mooiste.
Er moet, heel opgewekt, een witte merel zingen,
een voorjaarsochtend in een schrikkeljaar.
Dit alles is beslist vereist
voor wie naar nergens wenst te vliegen.

Want nergens is een plek met pech
en als niet alles fout kan gaan,
dan is er niets wat lukken zal.
De tederste machines zijn er nodig
om op een mooie dag naar nergens te vliegen.

© beim Verlag
from: Dieven en Geliefden
Amsterdam: De Arbeiderspers, 2000
Audio production: het beschrijf, brüssel 2002

Immer

alemão

(I)

Man braucht sehr zärtliche Maschinen,
um eines schönen Tages nach nirgends zu fliegen.
Man braucht Propeller, Rohre, Schrauben,
ein fallendes Platanenblatt,
vielleicht das Ohrenschmalz eines Kindes

und viel vom unmöglichen Schönsten.
Eine weiße Amsel muß, sehr heiter, singen,
an einem Schaltjahrs-Frühlingsmorgen.
All das ist unbedingt erforderlich
für den, der nach nirgends fliegen möchte.

Denn nirgends ist ein Ort mit Pech,
und wenn nicht alles schiefgehn kann,
dann gibt es nichts, das glücken wird.
Man braucht die zärtlichsten Maschinen,
um eines schönen Tages nach nirgends zu fliegen.

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

Aan Paul van Nevel

holandês | Geert van Istendael

Amice,
Jij schrijft mij uit Sint-Petersburg:
'Waarom zijn wij geen Russen?'

Ik heb een zoon, Paul, hij citeert
met liefde Poesjkin in diens taal
van zwepen en van zwarte aarde.
Wij zijn geen Russen, zegt mijn zoon,
het is de vlakte, vader, het is
de wijde hemel die hun god verbergt.
Hij reist en hij studeert, mijn zoon,
hij weet wat wij niet zijn.
                           Weet ik
wat ik ben? Welke stemmen spreken
in mijn stem? Welk spoor volg ik
langs kloven van geschiedenis,
door de vervallen steden van
de etymologie, de bronnen mijdend
van ideologie, al brandt
de dorst naar waarheid op mijn tong?

Allang ga jij op reis
door aardlagen waarin Europa slaapt,
waarin de sedimenten van
Europa's stemmen zwijgen.
Jij dringt papieren kerkers binnen,
jij oefent het geduld van sleutels
en uit de kooien van de notenbalken
laat jij Europa's stemmen los.

Caeli movendi sunt. Polyfonie
strijkt in mijn oorschelp neer,
Latijnse roos.

Wij kennen de Romaanse heuvels
van Ventadour en van Guilhem,
wij luisteren naar dezelfde boeren,
cultuur is akker, steen en stem.
Jij zegt, daar straalde voor het eerst de zon
op bloesems van een nieuw Latijn.
Maar ik wil schuilen in jouw naam,
ik wil de mist, ik wil de nacht.
Ik hoor het noordelijke blaffen
en als ik opspring, terugroep, instem,
zijn woorden daken in de regen,
zijn woorden vuren in de kou.
Mijn smalle paden door de polder
van dit papier zijn draden,
het rulle linnen van mijn Vlaams,
geschoten door de strakke schering
van mijn geliefde Nederlands.

Wat ben ik, Paul? Een woord, een trilling
in lage lucht? Ben ik als boeken
waar vreemde klanken in verdwalen?
Wat zijn wij, Paul? Zijn wij de teken
in Aziës achterlijf?
Zijn wij de eeuwige Vandalen,
gedoemd elkanders hoge hutten
opnieuw, opnieuw van hun voetstuk te halen?

Of zijn wij zangers in een kring,
beneveld door de kostbare wijn
van een Germaans gestemd Latijn?

Tibi,
Geert.

© Atlas
from: Taalmachine
Amsterdam / Antwerpen: Atlas, 2001
Audio production: het beschrijf, Brussels 2002

An Paul van Nevel

alemão

Amice,
Du schreibst mir aus Sankt Petersburg:
„Warum sind wir keine Russen?“

Ich habe einen Sohn, Paul, er zitiert
liebevoll Puschkin in dessen Sprache
aus Peitschen und aus schwarzer Erde.
Wir sind keine Russen, sagt mein Sohn,
es ist die Ebene, Vater, es ist
der weite Himmel, der ihren Gott verbirgt.
Er reist und er studiert, mein Sohn,
er weiß, was wir nicht sind.
                       Weiß ich
was ich bin? Welche Stimmen sprechen
in meiner Stimme? Welche Spur verfolge ich
am Rand der Klüfte der Geschichte,
durch die verfallenen Ansiedlungen
der Etymologie, meidend die Quellen
der Ideologie, auch wenn der Durst
nach Wahrheit mir die Zunge verbrennt?

Schon lange reist du unermüdlich
durch Erdschichten, wo Europa schläft,
durch Schichten, in denen die Sedimente
von Europas Stimmen schweigen.
Du dringst in papierene Kerker ein,
übst dich in der Geduld von Schlüsseln,
und aus dem Käfig der Notensysteme
läßt du Europas Stimmen frei.

Caeli movendi sunt. Polyphonie
schwebt in meine Ohren herab,
lateinische Rose.
 
Wir kennen die romanischen Hügel
von Ventadour und von Guilhem,
wir hören denselben Bauern zu,
Kultur ist Acker, Stein ist Stimme.
Du sagst, dort zuerst strahlte die Sonne
auf Blüten eines neuen Latein.
Doch ich will mich verbergen in Deinem Namen,
ich will den Nebel, ich will die Nacht.
Ich höre unser nördliches Bellen,
und wenn ich aufspringe, antworte, einstimme,
sind Wörter Dächer, naß von Regen,
sind Wörter Feuer in der Kälte.
Meine schmalen Wege durch den Polder
dieses Papiers, sie sind Fäden,
das lockere Leingarn meines Flämisch,
geschossen durch die straffe Kette
meines geliebten Niederländisch.

Was bin ich, Paul? Ein Wort, eine Schwingung
in niederer Luftschicht? Bin ich wie Bücher,
in denen sich fremde Klänge verirren?
Was sind wir, Paul? Sind wir die Zecken
in Asiens Hinterleib?
Sind wir die ewigen Vandalen,
dazu verdammt, was dem andern teuer,
wieder und wieder vom Sockel zu stürzen?

Oder sind wir Sänger, im Kreis versammelt,
benebelt von dem kostbaren Wein
eines germanisch gestimmten Latein?

Tibi,
Geert

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

Taalmachine

holandês | Geert van Istendael

1

Spreek, stad, spreek!
Strek je talloos veel tongen ten hemel,
lik aan de regen, looi in de zon,
proef, proef het puin, stad, slinger ruïnes
de kloof van je keel in, verslik je in gruis en hoest woede.
Druk met je tongen het glas uit de ramen,
sluip door de kelders, wentel langs trappen,
sluimer in tuinen en zoen, stad, zoen,
de bewoners van stand,
zoen zeer behoedzaam hun exquise krabbenmand.

Zwijg nog, stad, nog geldt het te zwijgen, oefen geduld,
verzonken in schoonheid die niet meer is,
geschonden, getranssubstantieerd,
tot fundering, tot stof, tot snel verdoffend geheugen.
Zwijg, tongen, zwijg, laat de talen
nog niet van je rozige welvingen rollen,
de talloos veel talen van deze taalstad,
spraakstad, braakstad, draak van een stad.
Wacht, maar wacht geen seizoenen,
wacht niet op een aartsengel Michaël,
wacht niet tot het woud van het weten wuivend
   in bloei staat.

Spreek, Brussel, spreek,
zodra het klokken van talen
de talloos veel reizigers kan lokken tot luisteren.

2

Spreek, Brussel, spreek,
je hebt zoveel monden,
in niet een woont de waarheid alleen.
Spreek, Brussel, open je juffersmondje, laat zien
je brokkelende bedelaarsbakkes,
kom, voor de dag ermee, schaam je niet, stad, stel tentoon
je trotse tuig, je eurocratische gleuven
die deernis opslokken, richtlijnen uitspuwen
telegeleid en trefzeker neerdalend
uit de betongrijze, lichtschuwe lucht.
Schaam je niet, Brussel, spreek en onthul,
laat horen verhalen van werzel en warmoes,
     veelkoppig je woord,
wie verbergt, pleegt een moord.
Laat ze allemaal zien, je taterende groeven,
je geeuwende, gretige zuigelingenmuiltje,
happend naar alle tepels, naar alle,
laat ze zien,
je door vers, vloeibaar geld geïrrigeerde papillen,
je Arabische strot, je witgloeiende haatbek,
je hoerengrijns van karmijn.
En vergeet niet het tederste geblaat
van verbannen stembanden, van je stokoude taal
    op haar sterfbed,
wie vergeet, pleegt verraad.

4

Spreek, Brussel, spreek,
laat met elk woord, als in oude sprookjes,
diamanten en parels rollen uit je monden.
Behang met edelstenen de mankepoten,
behang de zigeuners met je kleinodiën
en behang met briljanten
de Marollienne met de zere benen.
Spreek, Brussel, spreek,
verhef al je stemmen,
behang met maansteen en smaragd,
gedegen goud, aquamarijn,
robijnen en kristallen pracht
de schuwe zwervers die verrekken,
die zelfs geen blad papier meer hebben
om hun naaktheid te bedekken.

5

Spreek, Brussel, spreek,
in stemmen van meesters,
hard en scherp als punten van pennen.
Zuig je vol, zuip de duizenden tekens.
Gheestelycke dronckenheyt maeckt menighe
   vremde maniere,
maect ongeduericheit soe dat ghi moet lopen,
   springen, tripudieren.
Spreek, Brussel, ville oubliée, chant passionné,
van de place de Brouckère tot de place Sainte-Justine
tot het nutteloos station van Calevoet
ben jij de olievlek uit de tank van de taal.

Brussel,
ik ben oêngedoên
'k weit nog zeive buûme stoên,
de parfum van de rue Blaes
dat es zjust gaas.

Spreek, Brussel, zievert, parle!
De Europese heilscharen waren door je lanen
als heroïne door de aderen van een bejaarde junk,
on marche au milieu des choses mal unies,
zij zoeken begerig die seltenen Spitzen
Ach, das zu besitzen, so seltene Spitzen!

Er staat een stolp over de huizen
en hoge hijskranen steken als verschrikkelijke dieren
tegen de hemel af en zwenken en knikken langzaam
en niemand is er, niemand, op deze straten en pleinen,

to take the shuddering city in his arms
Ah, Cortázar, Dos Passos,
Benn, Baudelaire, Rimbaud,
Auden, Couperus, Marx et Hugo,
et toi surtout, Willem Frederik Hermans,
waarom zijn jullie niet in Brussel gestorven?
Ensemble nous irions jouer au fantôme
d'opéras en bottelarijen,
derrière les Rideaux, en Parts et en partijen,
godiller notre nef des fous percée le long des quais,
et y tondre les derniers brins d'herbe,
semer la panique dans les bourses en faillite,
instaurer la démocratie dans la Commission Européenne
escroquer des milliards de poèmes au gouvernement belge,
vendre des joutes de griots au Rits,

et au petit matin cristallin ensemble nous serions,
écoutant la pétarade terrorisée de l'heure de pointe,
silencieux agglutinés beurrés
chacun een Kretenzer gapend naar
verlichte pinksterpolyglotten.
Bruxelles, ville
Whose terrible future may just have arrived

6

Een stoet van tovenaars daalt nu de Hofberg af,
zij strooien wiegend chocola en spruitjes uit,
de eerste heksen scheren door het zwerk, gezeten
op laptopjes voorzien van vleermuisvlerken.
Families nestelen zich in het midden van de straten,
papá, mamá, klein grut, de neven en de magen,
honden, katten, limonade, bier in kratten
en krentenbrood zo vers als jonge zaterdagen.
In Brussel heeft de kunst de macht overgenomen,
de burgemeesters zijn op boetetocht naar Rome.
Met zilveren camera gewapend wandelt BuIs
op spillebenen door zijn vreemde, wrange stad,
bij elke foto die hij neemt, verdwijnt een torenflat.
In rode wolken staat het Volkshuis weder op,
de monsters aan het Schumanplein beschimmelen,
verkazen, rotten weg in maalstromen van brij,
de nobele herenhuizen krabbelen overeind
en glimlachen voornaam, getooid met feestkledij.
De Marokkanen zingen in het Meulebeiks
en de Vlaams Blokkers kwelen uit volle borst verhalen
op raïmuziek, vol sensuele gutturalen.
Want Brussel is een geniale taalmachine,
alleen de kleine magiër kan haar bedienen.
Druk op de knoppen, meesters aller kunsten,
en spuit op alle muren van de stad breeduit
het polyfone loflied voor de bastaardbruid.

© Atlas
from: Taalmachine
Amsterdam / Antwerpen: Atlas, 2001
Audio production: het beschrijf, Brussels 2002

Sprachmaschine

alemão

1

Sprich, Stadt, sprich!
Strecke deine zahllosen Zungen zum Himmel,
lecke am Regen, laß die Sonne dich gerben,
schmecke, schmecke Schutt, Stadt, schleudere Ruinen
in die Schlucht deines Schlundes, verschluck dich an Steinstaub, huste Wut.
Drück mit deinen Zungen die Fenster aus den Rahmen,
schleiche durch die Keller, winde dich über Treppen,
schlummere in Gärten, und küsse, Stadt, küsse
die Einwohner aus den besseren Kreisen,
küsse sehr behutsam die exquisite Schlangengrube.

Schweig noch, Stadt, noch gilt es zu schweigen, üb dich in Geduld,
versunken in Schönheit, die nicht mehr ist,
geschändet, transsubstantiiert
zu Fundament, Staub, rasch getrübtem Gedächtnis.
Schweigt, Zungen, schweigt, laßt die Sprachen
noch nicht von euern rosigen Wölbungen rollen,
die zahllosen Sprachen dieser Sprechstadt,
Sprachstadt, Brachstadt, dieses Drachens von Stadt.
Wartet, aber wartet nicht jahreszeitenlang,
wartet nicht auf einen Erzengel Michael,
wartet nicht, bis der Wald des Wissens wogend
     in Blüte steht.

Sprich, Brüssel, sprich,
sobald der Glockenklang von Sprachen
die zahllosen Reisenden verlocken kann: zum Lauschen.
 
2

Sprich, Brüssel, sprich,
hast so viele Münder,
in keinem davon wohnt die Wahrheit allein.
Sprich, Brüssel, öffne dein Jungfernmündchen und zeig
dein bröckelndes Bettlermaul,
komm, zeig her, schäm dich nicht, Stadt, stell sie zur Schau,
deine imposanten Organe, die eurokratischen Schlünde,
die Mitleid verschlucken, Richtlinien spucken
und sie ferngesteuert treffsicher niedergehn lassen
aus der betongrauen, lichtscheuen Luft.
Schäm dich nicht, Brüssel, sprich und enthülle,
erzähle Geschichten von Wirrwarr und Gemansch,
      vielköpfig dein Wort,
Verbergen ist Mord.
Zeig sie uns alle, deine schwatzenden Schlitze,
dein gähnendes, gieriges Säuglingsmäulchen,
das nach allen, allen Brustwarzen schnappt,
zeig sie uns,
deine Papillen, von frischem Geldfluß bespült,
deine Arabergurgel, deine weißglühende Haßfresse,
dein Hurengrinsen von Karmesin.
Und vergiß nicht das zärtlichste Geblök
verbannter Stimmbänder, deiner steinalten Sprache
    auf ihrem Sterbebett,
Vergessen ist Verrat.
 
4

Sprich, Brüssel, sprich,
laß mit jedem Wort, wie in alten Märchen,
Diamanten und Perlen aus den Mündern rollen.
Behänge mit Edelsteinen die Hinkenden,
behänge die Zigeuner mit deinen Kleinoden
und behänge mit Brillanten
die Marollienne mit den wehen Beinen.
Sprich, Brüssel, sprich,
erhebe all deine Stimmen,
behänge mit Mondstein und Smaragd,
gediegenem Gold, Aquamarin,
Rubinen und kristallener Pracht
die scheuen Penner, die verrecken,
die kein Blatt Papier mehr haben,
ihre Nacktheit zu bedecken.
 
5

Sprich, Brüssel, sprich,
in Stimmen von Meistern,
hart und scharf wie Federspitzen.
Saug dich voll, sauf die Tausenden von Zeichen.
Geistlîche trunkenheit macht manige
      vremede maniere
macht ungedulde sô daz du müezest loufen,
      springen, tripudiren.
Sprich, Brüssel, ville oubliée, chant passionné,
von der Place de Brouckère bis zur Place Saint-Justine,
bis zum nutzlosen Bahnhof von Calevoet
bist du der Ölfleck aus dem Tank der Sprache.

Brüssel,
ik ben oêngedoên
‘k weit nog zeive buûme stoên,
de parfum van de rue Blaes
dat es zjust gaas.

Sprich, Brüssel, quassel, parle!
Die europäischen Heilsscharen wandern durch deine Alleen
wie Heroin durch die Adern eines betagten Junkies,
on marche au milieu des choses mal unies,
sie suchen begierig die seltenen Spitzen
Ach, das zu besitzen, so seltene Spitzen!

Ein Glassturz wölbt sich über die Häuser,
und hohe Kräne zeichnen sich wie schreckliche Tiere
gegen den Himmel ab, und schwenken und nicken langsam,
und niemand ist da, niemand, auf diesen Straßen und Plätzen,

to take the shuddering city in his arms
Ah Cortázar, Dos Passos,
Benn, Baudelaire, Rimbaud,
Auden, Couperus, Marx et Hugo,
et toi surtout, Willem Frederik Hermans,
warum seid ihr nicht in Brüssel gestorben?
Ensemble nous irions jouer au fantôme
d’opéras en Abfüllanlagen,
derrière les Rideaux, en Parts et en Partien,
godiller notre nef des fous percée le long des quais,
et y tondre les derniers brins d’herbe,
semer la panique dans les bourses en faillite,
instaurer la démocratie dans la Commission Européenne
escroquer des milliards de poèmes au gouvernement belge,
vendre des joutes de griots au Rits,

et au petit matin cristallin ensemble nous serions,
écoutant la pétarade terrorisée de l’heure de pointe,
silencieux agglutinés beurrés
chacun ein Kreter, gaffend auf
erleuchtete Pfingstpolyglotte.
Bruxelles, ville
Whose terrible future may just have arrived

6

Ein Zug von Zauberern kommt jetzt vom Hofberg her,
sich wiegend, Schokolade und Rosenkohl streuend,
die ersten Hexen schwirren durchs Himmelsgewölbe
auf Laptops, versehen mit Fledermausflügeln.
Familien pflanzen sich mitten auf die Straßen,
Papá, Mamá, die Brut, die Vettern und Anverwandten,
Hunde, Katzen, Limonade, Bier in Kästen,
und, frisch wie junger Samstag, Rosinenbrot.
In Brüssel hat die Kunst die Macht erobert,
die Bürgermeister ziehen als Büßer nach Rom.
Bewaffnet mit silberner Kamera, durchwandert Buls
auf Spinnenbeinen seine fremde, herbe Stadt,
mit jedem Foto knipst er ein Hochhaus weg.
In roten Wolken steht das Volkshuis wieder auf,
die Monster am Schumanplein fangen an zu schimmeln,
verkäsen, faulen weg in Strudeln von Brei,
die noblen Herrenhäuser rappeln sich wieder hoch
und lächeln vornehm, geschmückt mit Festgewand.
Die Marokkaner singen im Dialekt von Molenbeek,
die Vlaams-Blok-Leute schluchzen aus voller Brust Geschichten
zu Raï-Musik und schwelgen in sinnlichen Gutturalen.
Denn Brüssel ist eine geniale Sprachmaschine,
und nur der kleine Magier kann sie bedienen.
Drückt auf die Knöpfe, Meister aller Künste,
und spritzt auf alle Mauern, woraus die Stadt erbaut,
das polyphone Loblied auf die Bastardbraut.

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

Naar binnen

holandês | Bernard Dewulf

Ik zou haar willen kennen,
deurtje in haar hoofd en zo
naar binnen. Omzichtig door
de doolhof die zij is.

Daar is een kamer vol met
alles wat zij mist. Feiten,
dagen, mensen door elkaar.
Het heeft gewaaid in haar.

Een man is hier die dood is.
Een kind dat niet bestaat.
Ik snuffel in een leven, kan
met alles niets beginnen.

Het is goed dat het vergaat.

© Bernard Dewulf
from: Waar de egel gaat. Gedichten
Amsterdam/Antwerpen: Atlas, 1995
ISBN: 90-254-1203-3
Audio production: 2001 M. Mechner, literaturWERKstatt berlin

Nach innen

alemão

Ich würde sie gerne kennen,
Türchen in ihrem Kopf und so
nach innen. Behutsam durch das
Labyrinth, das sie ist.

Da ist ein Zimmer voll mit
allem, was ihr fehlt. Fakten,
Tage, Menschen durcheinander.
Es hat gestürmt in ihr.

Ein Mann ist hier, der tot ist.
Ein Kind, das es nicht gibt.
Ich schnüffle in einem Leben, kann
mit nichts davon etwas anfangen.

Es ist gut, daß es vergeht.

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke