Fouad el'Auwad 
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on Lyrikline: 7 poems translated

from: árabe, alemão to: alemão, árabe

Original

Translation

3 نيسان 2003

árabe | Fuad Rifka

© Fuad Rifka
from: Kahin al-Waqt
Audio production: Literaturwerkstatt Berlin 2008

3. APRIL 2003

alemão

In einem Gesträuch
ein verliebter Spatz.
Er stimmt die Saiten
und sagt der Dichtung:
„Unter meinen Federn ruh dich aus
und bemale die Blumen
als Geschenk
für eine Frau,
deren Augen Regengüsse sind."

Ein Spatz,
seine Federn sind der Kosmos.

Aus: Fuad Rifka. Die Reihe der Tage ein einziger Tag.
Gedichte. Arabisch - Deutsch.
Aus dem Arabischen von fouad el-auwad.
Berlin: Verlag Hans Schiler 2006

29 آب 2001

árabe | Fuad Rifka

© Fuad Rifka
from: Kahin al-Waqt
Audio production: Literaturwerkstatt Berlin 2008

29. AUGUST 2001

alemão

In der Stadt
geht kein Herbst an den Pappeln vorüber,
kein Sommer,
Schatten verbeugen sich im Sonnenlicht zur
      Erde.
Glut des Winters weckt nicht die Vision
und keine Blüten des Frühlings
 in den Ästen der Liebe,
im Stern der Stille.

In der Stadt
ist die Reihe der Tage ein einziger Tag,
wie der Schnee in den traurigen Augen.

Aus: Fuad Rifka. Die Reihe der Tage ein einziger Tag.
Gedichte. Arabisch - Deutsch.
Aus dem Arabischen von fouad el-auwad.
Berlin: Verlag Hans Schiler 2006

28 نيسان 2003

árabe | Fuad Rifka

© Fuad Rifka
from: Kahin al-Waqt
Audio production: Literaturwerkstatt Berlin 2008

28. APRIL 2003

alemão

Von den Dächern
unter dem Schnee steigt Rauch empor,
zerstreut sich langsam,
wird blass,
und hinter den Bergen
löst er sich gelassen auf.

Auf einer Bank sitzt er
unter einer uralten Eiche.
Seine Augen begleiten den Rauch.
Mit ihm gehen seine Gedanken
hinter die Berge.

Aus: Fuad Rifka. Die Reihe der Tage ein einziger Tag.
Gedichte. Arabisch - Deutsch.
Aus dem Arabischen von fouad el-auwad.
Berlin: Verlag Hans Schiler 2006

26 شباط 2003

árabe | Fuad Rifka

© Fuad Rifka
from: Kahin al-Waqt
Audio production: Literaturwerkstatt Berlin 2008

26. FEBRUAR 2003

alemão

Am Anfang des Frühlings geht er
auf sein Feld,
eine Axt auf seinen Schultern,
eine Sichel in seinen Händen.

Im Sommer
unter sengender Sonne,
bewacht er die Ernte.

Auf seinem Rücken im Herbst
zu den Lagern trägt er die Säcke.

Im Winter
hinter verschlossenen Türen,
auf einer Matte aus geflochtener Erinnerung,
leuchtet das Brot
und im Geschmack des Weines
der Geruch der Sonne.

Aus: Fuad Rifka. Die Reihe der Tage ein einziger Tag.
Gedichte. Arabisch - Deutsch.
Aus dem Arabischen von fouad el-auwad.
Berlin: Verlag Hans Schiler 2006

23 تشرين الاول 2003

árabe | Fuad Rifka

© Fuad Rifka
from: Kahin al-Waqt
Audio production: Literaturwerkstatt Berlin 2008

23. OKTOBER 2003

alemão

Rentner,
unter den Ästen des Maulbeerbaums
vor seinem Haus
streckt er seine Füße aus.
Er trägt keine Uhr an seinem Arm,
keine Glocken läuten ihm die Stunden.
Er hat die Zeit zum Sinnen,
um mit anfänglichen Augen
durch die Nebel zu sehen.
Er hat die Zeit,
die Zeit zu durchleben:
seine zweite Geburt.

Aus: Fuad Rifka. Die Reihe der Tage ein einziger Tag.
Gedichte. Arabisch - Deutsch.
Aus dem Arabischen von fouad el-auwad.
Berlin: Verlag Hans Schiler 2006

23 آب 2002

árabe | Fuad Rifka

© Fuad Rifka
from: Kahin al-Waqt
Audio production: Literaturwerkstatt Berlin 2008

23. AUGUST 2002

alemão

An einem Nagel hängen
sein Bogen und sein Pfeil.
Keine Jagd mehr:
an unklarer Sicht leiden seine Augen,
seine Hände zittern
und in den Wäldern schreien die Raubtiere.

Auf das, was von ihm blieb,
auf die Trümmer seiner Ruine,
scheint morgen der Mond.

Aus: Fuad Rifka. Die Reihe der Tage ein einziger Tag.
Gedichte. Arabisch - Deutsch.
Aus dem Arabischen von fouad el-auwad.
Berlin: Verlag Hans Schiler 2006

"...sagen die Luftwurzeln"

alemão | Jürgen Nendza

I

Vielleicht

ist es das Erzittern,

mit dem wir beginnen und enden,

während die Augen am Himmel saugen

im Rhythmus einer Sprache

ohne persönliche Besitzanzeige:

Kupfer, Zimt, ein türkisfarbenes

Fliegengewicht, sagen die Luftwurzeln,

und wir zerstäuben im Lichtfächer

des Kolibris, im Nonstoppflug, Jetlag:

drei Gramm Flugtöne und –rausch,

Variationen in Kalliopes Stimme.

So bleiben wir stehen

in der Luft, in einer Schleife

ohne toten Umkehrpunkt, während

unter uns die Landschaft

weiterzieht.                

II

Ein Fragebogen

ist deine Braue, in deinen Augen

das Gespräch der Leuchtkäfer:

Sag, wächst uns eine andere Haut,

wenn du mich so ansiehst

und wir beginnen

uns zu steigern, zu verdoppeln:

motmot, die Schwingen

des Paradieses, rotrot,

die Blüten des Flammenbaums,

und die Leuchtkäfer fragen:

Ist der Kolibri eine Metapher

für einen Schwarm um sich selbst

kreisender Fische, schillernd

im bunten Schlaf, ein Aufglühen

der Farben unter den Lidern,

wenn wir im Sprechen

rotieren: Kommkomm,

jeder bleibt für sich

in seinem Aufwachraum

halbiert.

III

Die Hitze,

eine große Hand,

gebacken aus Licht. Wir

trinken Kokoswasser, hören

den Durst, der gelöscht wird

längs der Schweißnähte

der Körper: Der eigene

Name trennt sich

auf unter den Luftwurzeln,

ist nur ein geteiltes Wort

wie Kupfer oder Zimt

ohne persönliche Besitzanzeige

und ein Vibrieren

auf dem Zungengrund

in der Rotation

der Flügel. Klangschalen

sind deine Lippen,

an deren Enden das sichtbare

Licht verschwindet,

wenn nur noch die Zeit

mit uns unterwegs ist.


IV

Der Regen

bindet seine Schnüre

zu einer klopfenden Wand:

ein grauer Dauerton

liegt über uns, dem Grün,

den Dingen: eine Haut,

unter der wir uns verlaufen.

Betäubt, als hätte

das gewaltige Alleinsein

seine Schleusen geöffnet,

faltet unser Atem

das Restlicht wie eine Tischdecke

zusammen: wir beginnen uns

aus der Erinnerung

zu begleiten, während wir reden

vom Nonstoppflug, eine erklärbare

Reihenfolge suchen, einen Handlauf

ins Dunkle und niemand

mit bloßem Auge

die Liebe erkennt.

V

Terracottafliese,

der Abdruck deines nassen Fußes.

Die Gegenwart ist ein Verdunsten

in diesem Gebäude aus Hitze

und Regen: Feine Luftwege

führen ins türkisfarbene

Fliegengewicht, durch die Kammern

der Knochen, wenn das Erzittern

uns füttert jenseits der Lichtschranken.

Reden wir also vom Kolibri,

der tausendmal schon

gesagt worden ist, vom Tisch,

der tausendmal schon

gesagt worden ist, von tausendmal:

Nie haben wir genug Hände                                                

uns zu begreifen.

VI

Der Abend

versammelt sich

im Regenbaum. Gelb lockt

zwischen Blattpaaren

die Königin der Nacht

wie eine verlassene

Empfindung, die uns entdeckt,

wenn der Schlaf uns spricht:

Das Laken haben wir gespannt

und uns in der Umdrehung.

Kontaktschlaf, so gehen wir auf

Federfühlung, gefiedert

mit dem Radius der Entfernung,

bis wir bei Tageslicht

ermüden unter der Last

der getrennten

Körper.

VII                 

Ein Schwirrflug                                                        

ist das Stakkato der Fristen:                                     

Tausendmal saugen die Augen

am Himmel, werfen wir

Luftwurzeln aus, suchen

Tiefenwärme mit einem Refrain

aus Gesagtem und Stille

am Ende der Skala

des sichtbaren Lichts. Tausendmal

wischen Wolken über alles

hinweg, sieht das Sterben

uns zu im Spiegel,                                                                

und jedes Mal noch

wölbt sich dein Atem

über dieses Bild hinaus,

spannt deine Brust

Bogen, Braue und Bucht:

Kommkomm,

sagt das Erzittern,

lass uns balancieren

auf dieser Frequenz

wo wir enden.

 VIII

Vielleicht

wird uns einmal gefallen

die Art, wie Ameisen

aus unserem Schatten treten.

Einmal, wenn deine Haut

nicht mehr durchblutet ist,

wird sie weiß sein

wie das Papier, auf dem ich

schreibe, auf dem du

liest, weiß und still:

Ein abgelegtes Hochzeitskleid

wird sie sein, immer schon

mit dir beschrieben,

und wenn der Umkehrpunkt

gestorben ist, das Laken

in letzter Umdrehung verharrt

unter einer Landschaft

aus Träumen,

die über uns hinwegzieht,

dann frag ich dich:

wieviel Belichtungszeit

braucht das Glück, bevor

die Augen uns schließen.

 

© Jürgen Nendza
from: Die Rotation des Kolibris
Weilerswist: Landpresse, 2008
Audio production: M.Mechner / literaturWERKstatt berlin 2005

"هكذا تقول الجذور الهوائيّة"

árabe

" هكذا تقول الجذور الهوائيّة"

 

1

ربّما

هي الرعشة التي نبدأ بها وننتهي

بينما العيون ترقَبُ السماء بشغفٍ

على أيقاع لغّة

ليس هناك من يملكها شخصياً

نحاسٌ، قرفةٌ، طائر لازورديّ اللون بوزن ذبابة،

تقول الجذور الهوائيّة ونحن غبار منثور

في طبقات الضوء، ضوء الطنّان

في الطيران المستمرّ وتحت تأثير فرق الوقت:

ثلاثة غرامات من أنغام الطيران وشعور بالثمالة،

أنغام مختلفة في صوت الإلَهة كاليوب، ملهمة الشعر،

هكذا نقف نحن في الهواء بانتظار دورنا في الهبوط،

دون نقطة المنعطف الميّتة

في حين أنّنا نرى المروج من تحتنا تمشي.


 

2

رمشكِ يطرح سؤالاً بعد سؤال

في عينيكِ حديثُ

يراع من ضوء:

قولي، هل تنبتُ لنا بشرة أخرى،

إذا نظرت إليّ هكذا،

ونبدأ بالتصاعد، نتضاعف،

مطّاطة أرجوحة الجنّة

حمراء حمراء، زهور شجرة اللهيب.

سؤال اليراع:

هل الطّير الطّنان مجاز

عن سرب من أسماك تدور حول نفسها

تشعّ ألواناً قزحيّة في نوم ملوّن

وهج الألوان تحت رموشكِ

عندما تدور في الحديث:

تعال تعال،

كل منّا يبقى وحده

في غرفة الإنعاش

نصفاً واحداً.

 


 

3

الحرارة المرتفعة

يدٌ كبيرةٌ

مخبوزة من ضوء

ونحن نشرب ماء جوز الهند

نستمع إلى العطش الذي ينطفئ

على امتداد لحم الجسد:

أسماؤنا تنفصل عنّا تحت الجذور الهوائيّة

ليست هي إلاّ كلمة مشتركة، مثل "نحاس" أو "قرفة"

دون الحيازة على وثيقة الملكيّة

واهتزاز على اللسان

في دوران الأجنحة.

شفتاك النغم المسلطن

على أطرافهما يختفي الضوء المرئيّ،

فقط عندما يسافر الزمن معنا.


 

4

المطر

يشدّ حزامه

يجعله جداراً يطرق عليه:

صوت رماديّ مستمرّ

فوقنا

فوق الأخضر، فوق الأشياء:

بشرة، من تحتها نُتيهُ الدربَ،

مخدّرين، كما لو أنّ العزلة الهائلة

قد فتحت أبواب سراديبها،

وتطوي أنفاسنا - الضوء المتبقي،

كما تطوي مفرش الطاولة.

هنا نبدأ، خارجين من الذكريات،

يرافق واحدنا الآخر، في اللحظة التي كنّا

نتكلّم فيها عن طيران من غير توقّف، 

ونبحث عن رتابة قابلة للتفسير،

عن سياج ينتهي إلى العتمة، ولا أحد منّا

يستطيع أن يتعرّف على الحبّ

بالعين المجرّدة.


 

5

بلاطة آجريّة،

أثر قدمكِ الرطبة

الحاضر بخار

في هذا المبنى من حرارة ومطر.

طرقات جويّة رقيقة

تؤدّي إلى وزن ذبابة

فيروزيّ اللون

خلال حجرات العظام،

عندما نتغذّى من الرعشات

خلف الحواجز الضوئية.

نتحّدث إذاً عن أزيز الطيور

الذي قيل عنه أكثر من

ألف مرّة

عن طاولة

قيل عنها أكثر من

ألف مرّة

عن ألف مرّة:

أبداً لم يكن لدينا أيدي كافية

كي يستوعب أحدنا الآخر.


 

6

يجتمع المساء مع نفسه

في شجرة المطر.

اللون الأصفر يُغري بين ورقتين

ملكة الليل

كإحساس مهجور،

والتي تكشفنا عندما يتحدّث إلينا النوم:

مدّينا الغطاء، ومددنا أنفسنا.

نوم متّصل، هكذا نمشي نحن على ريش،

بريش من نصف القطر للمسافة

إلى أن نصل قمّة التعب

وضح النهار

تحت ثِقَلِ

جسدينا المنفصلين عن بعضهما.

 

7

طيران طنّان

هدير المواعيد

 

ألف مرة ترتشف العيون

من السماء، ونحن نرمي

جذوراً هوائيّة ، نبحث عن

دفء في غناء الجوقة

وهدوء في آخر مقاس

الضوء المشع

 

ألف مرّة تمرّ الغيوم قوقنا

ينظر الموت إلينا في المرآة

وكلّ مرة يتكوّر تنفّسكِ

وراء هذه الصورة وأبعد

يتقوّس صدرك، حواجيب وخلجان:

اقترب اقترب، تنادي الرعشات

دعنا نتوازن

على هذا التردّد

حيث ننتهي


 

8

ربّما

تعجبنا الطريقة،

كيف يخرج النمل

من ظلالنا.

إذا لم يعُد يتدفّقُ الدمُ في بشرَتِكِ،

ستكون إذن بيضاء مثل الورق

الذي أكتب عليه

والذي تقرأين منه.

ستكون بشرة بيضاء وهادئة،

مثل فستان العرس المخلوع،

كنت دوماً أصفه معك،

وإذا تلاشت نقطة المنعطف،

سيتحجّر شرشف الغطاء

تحت مروج من الأحلام

التي تمرّ فوقنا

ثم أسألكِ،

كم من الوقت الضوئي

يحتاج الحظّ

قبل أن تُغلق

علينا العيون.

 

 

 

Translation: Fouad EL-Auwad