[Neobjímej mě ...]

Neobjímej mě, nezaposlouchávej
se do slov, řeči, do hlasu.
Dívej se na mě při čaji a kávě.
Jsem tu. Nahoru od pasu.
Kuchyň je bez stěn. Ohrazena plentou,
ze které rozkvétají samorosty.
Pod stolem nehledej – jsem Kentaur.
Nechtěj to pochopit a nezvi hosty.
Stůl končí, začínají židle. Křehce
jdou hodiny. Kamenné lino. Dřez
má prsty utopené v prstenech.
Neobjímej mě, neposlouchej, nech.
Topení kolébá látku. Látka spí.
Slunce za sklem se neplete do věcí.
A oči drží prostor jako slepce.


                        zima 1996–1997

© Petr Borkovec 1998
Extraído de: Feldarbeit. Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Tschechischen von Christa Rothmeier.
Wien: Edition Korrespondenzen, 2001
Produção de áudio: CD Otto Sander und Petr Borkovec lesen Petr Borkovec: Feldarbeit. Gedichte. Zweisprachig.
Aus dem Teschechischen von Christa Rothmeier.
Wien: Edition Korrespondenzen 2001.

[Umarme mich nicht ...]

Umarme mich nicht, hör nicht hinein
in meine Worte, Rede, Stimme.
Sieh mich an beim Tee und Kaffee.
Ich bin da. Von der Taille hinauf.
Die Küche ist ohne Wände. Begrenzt von einem Paravent,
aus dem Wurzelfiguren wachsen.
Schau nicht unter den Tisch – ich bin ein Kentaur.
Versuch es nicht zu begreifen und lade niemanden ein.
Der Tisch endet, die Stühle beginnen. Zerbrechlich
tickt die Uhr. Steinlinoleum. Das Spülbecken
hat Finger, die in Ringen untergehen.
Umarme mich nicht, hör mir nicht zu, lass es sein.
Die Heizung wiegt den Stoff. Der Vorhang schläft.
Die Sonne hinter dem Fensterglas mischt sich nicht ein.
Und die Augen halten den Raum wie einen Blinden.


                               Winter 1996–1997

aus: Petr Borkovec: Feldarbeit. Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Tschechischen von Christa Rothmeier. Wien: Edition Korrespondenzen 2001.