[Beton. Zlá krása noční nádrže ...]

Beton. Zlá krása noční nádrže.
Stříbrná koňská hlava na dně.
Areál. Lesík. Komplex. Řvaní psa.
Nalevo trhala se šňůra stříbřenkových lamp,
dál už se sbíral jen zvuk pole.
Reflektor auta vyrval z tmy kus lesa –
smrk, houští, tráva vykřikly svá jména.
Tak vojensky. Ještě to slyším. Ty?
Mlčel jsem, ač tělem sjíždělo mi stejné světlo.
Les ve mně nerostl v té zatažené noci.

Když jsme se vraceli a zpoza mraků
vytekl měsíc – těžce, sladce, bílý –,
zdvihl jsem větev, prošlas, pustil jsem ji.
Šli jsme. Vedli se. Sami. Bez věcí.


                         10. září 1996

© Petr Borkovec 1998
Extraído de: Feldarbeit. Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Tschechischen von Christa Rothmeier.
Wien: Edition Korrespondenzen, 2001
Produção de áudio: CD Otto Sander und Petr Borkovec lesen Petr Borkovec: Feldarbeit. Gedichte. Zweisprachig.
Aus dem Teschechischen von Christa Rothmeier.
Wien: Edition Korrespondenzen 2001.

[Beton. Die böse Schönheit eines Wasserspeichers ...]

Beton. Die böse Schönheit eines Wasserspeichers in der Nacht.
Am Grund ein silberner Pferdekopf.
Areal. Wäldchen. Gebäudekomplex. Das Kläffen eines Hundes.
Links zerbarst die Schnur silbriger Lampen,
weiter weg schwoll nur mehr der Klang des Feldes an.
Ein Autoscheinwerfer riss ein Stück Wald aus der Dunkelheit –
Fichte, Dickicht und Gras schrien ihre Namen hinaus.
So soldatisch. Ich hab es noch im Ohr. Du?
Ich schwieg, obwohl mir das gleiche Licht durch den Körper fuhr.
Der Wald wuchs nicht in mir in dieser verhangenen Nacht.

Als wir zurückkehrten und hinter den Wolken hervor
der Mond herausrann – schwer, süß, weiß –,
hob ich einen Ast hoch, du gingst hindurch, ich ließ ihn los.
Wir schritten dahin. Hielten uns. Allein. Aller Dinge bloß.

      
                                    10. September 1996

aus: Petr Borkovec: Feldarbeit. Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Tschechischen von Christa Rothmeier. Wien: Edition Korrespondenzen 2001.