[Co děláme? ...]

Co děláme? Zabýváme se prostorem,
mlčíme, mrtvé necháváme spát.
Řežeme stromy, ohrazujem kompost,
chycené myši vyklápíme z pastí.
Večeři nosíme si do zahrady,
do pokoje si odnášíme chvojí.
Žluté ho navracíme zahradnímu ohni,
sladký kouř se nám válí v šatnících.
Vpodvečer z okna pozorujem zeď,
mluvíme tak, že mrtvé nebudíme.
Mezi nábytkem se spolu milujeme
těly, jež nejsou opak prostoru.


                                28. 9. 1997

© Petr Borkovec 1998
Extraído de: Feldarbeit. Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Tschechischen von Christa Rothmeier.
Wien: Edition Korrespondenzen, 2001
Produção de áudio: CD Otto Sander und Petr Borkovec lesen Petr Borkovec: Feldarbeit. Gedichte. Zweisprachig.
Aus dem Teschechischen von Christa Rothmeier.
Wien: Edition Korrespondenzen 2001.

[Was wir tun? ...]

Was wir tun? Wir befassen uns mit dem Raum,
schweigen, lassen die Toten schlafen.
Schneiden die Bäume, umfrieden den Kompost,
kippen gefangene Mäuse aus der Falle.
Das Abendessen tragen wir uns in den Garten hinaus,
ins Zimmer herein nehmen wir Reisigzweige.
Gelb geben wir sie dem Gartenfeuer zurück,
der süße Rauch wälzt sich durch die Kleiderschränke.
Dem Abend zu beobachten wir vom Fenster aus die Mauer,
reden so, dass wir die Toten nicht wecken.
Lieben uns inmitten der Möbel
mit Körpern, die nicht Gegenteil des Raumes sind.


                                     28. 9. 1997

aus: Petr Borkovec: Feldarbeit. Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Tschechischen von Christa Rothmeier. Wien: Edition Korrespondenzen 2001.