A Coney Island of the mind 29

And that's the way it always is and that's the way
it always ends and the fire and the rose are one
and always the same scene and always the same
subject right from the beginning like in the Bible
or The Sun Also Rises which begins Robert Cohn
was middleweight boxing champion of his class
but later we lost our balls and there we go again
there we are again there's the same old theme
and scene again with all the citizens and all
the characters all working up to it right from
the first and it looks like all they ever think of
is doing It and it doesn't matter much with who
half the time but the other half it matters more
than anything O the sweet love fevers yes and
there's always complications like maybe she has
no eyes for him or him no eyes for her or her no
eyes for her or him no eyes for him or something
or other stands in the way like his mother or
her father or someone like that but they go right
on trying to get it all the time like in Shakespeare
or The Waste Land or Proust remembering his Things
Past or wherever And there they all are struggling
toward each other or after each other like those
marble maidens on that Grecian Urn or on any market
street or merrygoround around and around they go
all hunting love and half the hungry time not even
knowing just what is really eating them like Robin
walking in her Nightwood streets although it isn't
quite as simple as all that as if all she really
needed was a good fivecent cigar oh no and those
who have not hunted will not recognize the hunting
poise and then the hawks that hover where the
heart is hid and the hungry horses crying and
the stone angels and heaven and hell and Yerma
with her blind breasts under her dress and then
Christopher Columbus sailing off in search and
Rudolph Valentine and Juliet and Romeo and John
Barrymore and Anna Livia and Abie's Irish Rose
and so Goodnight Sweet Prince all over again
with everyone and everybody laughing and crying
along wherever night and day winter and summer
spring and tomorrow like Anna Karenina lost in
the snow and the cry of hunters in a great wood
and the soldiers coming and Freud and Ulysses
always on their hungry travels after the same
hot grail like King Arthur and his nighttime knights
and everybody wondering where and how it will all
end like in the movies or in some nightmaze novel
yes as in a nightmaze Yes I said Yes I will and he
called me his Andalusian rose and I said Yes my
heart was going like mad and that's the way Ulysses
ends as everything always ends when that hunting
cock of flesh at last cries out and has his glory
moment God and then comes tumbling down the sound
of axes in the wood and the trees falling and down
it goes the sweet cock's sword so wilting in the
fair flesh fields away alone at last and loved
and lost and found upon a riverbank along a
riverrun right where it all began and so begins again

© L.F.
Extrait de: A Coney Island of the Mind
New York: New Directions, 1958
Production audio: 2004 M.Mechner / Literaturwerkstatt Berlin

A Coney Island of the mind 29

Und so ist es immer und so
endet es immer und das Feuer und die Rose sind eins
und immer dieselbe Szene und immer dasselbe
Thema von allem Anfang an wie in der Bibel
oder in Fiesta das anfängt mit Robert Cohn
war Mittelgewichtsboxchampion seiner Klasse
aber später verloren wir unseren Mumm und da haben wir’s wieder
da sind wir wieder da ist dasselbe alte Thema und
die Szene wieder mit all den Bürgern und all
den Figuren die nur darauf hinarbeiten von
Anfang an und es sieht aus als würden sie nur daran denken
Es zu tun und die halbe Zeit ist es mir egal mit wem
und die andere halbe ist es das wichtigste auf
der Welt Ach die süßen Liebesfieber ja und
es gibt immer Komplikationen wie daß sie vielleicht
ihn keines Blickes würdigt oder er sie keines Blickes oder sie
sie keines Blickes oder er ihn keines Blickes oder irgendwas
anderes steht im Weg wie seine Mutter oder
ihr Vater oder sonst jemand aber sie versuchen stur
weiter es zu kriegen wie in Shakespeare
oder Das Wüste Land oder Proust der sich an die Verlorene
Zeit erinnert oder sonstwo Und sie alle kämpfen sich
aufeinander zu oder hintereinander her wie die
marmornen Mädchen auf jener Griechischen Urne oder auf
’ner Marktstraße oder ’nem Ringelspiel ringeln sich rein und raus
auf der Jagd nach Liebe und wissen die halbe hungrige Zeit
nicht mal was wirklich an ihnen nagt wie Robin die
durch ihre Nachtgewächs-Straßen wandert obwohl es nicht
ganz so einfach ist so als würde sie eigentlich
nur eine gute Fünf-Cent-Zigarre brauchen o nein und wer
nicht gejagt hat der erkennt die Jagdhaltung
nicht und dann die Falken die über dem Versteck des
Herzens kreisen und die hungrigen Pferde schreien und
die steinernen Engel und Himmel und Hölle und Yerma
mit ihren blinden Brüsten unter dem Kleid und dann
Christoph Kolumbus der suchend in See sticht und
Rudolph Valentino und Julia und Romeo und John
Barrymore und Anna Livia und Abie’s Irish Rose
und so Goodnight Sweet Prince und noch mal von vorn
und alle und jeder lachen und weinen immer und
überall Tag und Nacht Winter und Sommer
Frühling und morgen wie Anna Karenina verirrt im
Schnee und der Schrei der Jäger in einem großen Wald
und die Soldaten kommen und Freud und Ulysses
immer auf ihrer hungrigen Suche nach demselben
heißen Gral wie König Arthur und seine nächtlichen Ritter
und jeder fragt sie wo und wie das alles enden
wird wie im Kino oder in einem Alpgraun-Roman
ja wie in einem Alpgraun Ja sagte ich Ja ich will und er
nannte mich seine Andalusische Rose und ich sagte Ja mein
Herz hämmerte wie verrückt und so endet Ulysses
wie alles immer endet wenn diese jagende
Schwanz des Fleisches am Ende aufschreit und seine Triumph-
sekunde hat Gott und dann poltert herunter der Lärm
von Äxten im Wald und stürzenden Bäumen und abwärts
geht’s des süßen Schwanzes Schwert so schlaff in
Feldern feinen Fleisches nun endlich allein und geliebt
und verloren und gefunden an einem Flußufer bei einem
Flußlauf wo alles begann und fängt von neuem an

Aus dem Amerikanischen von Klaus Berr




In: L.F.: A Coney Island of the Mind. A Far Rockaway of the Heart. Gedichte. Aus dem Amerikanischen von Klaus Berr. München: Sammlung Luchterhand 2005.