Erín Moure 
Translator

on Lyrikline: 7 poems translated

from: néerlandais, allemand, français, hongrois to: russe, anglais

Original

Translation

tuimelaar

néerlandais | Rozalie Hirs

gelukkige hoedanigheid van onder de zeespiegel verblijven
of boven de wolken een stoffige veer de vogel vinden alles

verandert in de schemering verdwijnen opmerkingen
van de regen zinderende zon het gewicht de dingen meer

of minder is dat wat we leven noemen kleine witte bloemen
die tussen stenen groeien er genoeg herinnering voor een stroom

van dingen is samengebald tot een moment met dit beeld
of gevoel het gras dat wuift het riet zingt en water ruist alleen

in de taal van vogels of walvissen en stroomt net zo lang
als de lucht om bomen zich verliest in tijd en levens

in herinneringen onuitgenodigde feiten in aanwezigheid
van walvissen en vogels door het water gladgemaakte kiezels

kleuren waar het naartoe gaat dat je leeft en weet je verstrijkt
als alle betekenis op den duur je bewustzijn een korte zomer

© Rozalie Hirs
from: Geluksbrenger
Amsterdam: Querido, 2008
ISBN: 978-90-214-3503-9.
Audio production: Haus für Poesie, 2018

афалина

russe

Блаженный дар жить ниже уровня моря либо
над облаками пыльное перо отыскать птицу все

меняется в сумерках исчезают высказывания
дождя палящее солнце вес вещи более или

менее это ли мы называем жизнью маленькие белые цветы
растущие между камнями хватит ли воспоминания на поток

вещей сжатый в один миг с этим образом либо чувством
травой что колышется тростник поет и вода шумит лишь

на языке птиц или китов и струится так же долго как
воздух вокруг деревьев теряется во времени и жизнях

в воспоминаниях непрошеные факты в присутстви
и китов и птиц галька отполированная водой окрашивает то

к чему клонится что ты живешь зная ты проходишь как всякое
значение по истечении времени твое сознание недолгое лето

Перевела на русский язык Nina Tarhan Mouravi

Die Sprache gibt den Löffel ab

allemand | Orsolya Kalász

                    für Verena Kammerer

Wer kommt in meine Sprache?
Frag ich dich
frag du mich
du Schlaflose.
Komm
frag mich doch, du mich doch, ich dich dann wieder.
Gibt es das Tor in deiner Sprache
das auf mein Herzklopfen sich öffnet?
Hör mich doch, du mich doch, ich dich dann wieder.
Was können die Tränen in deiner Sprache?
Was können  Tränen in deiner Sprache
wenn ich von der
Rebe
der Rebe des Weinen
die salzigen Trauben
heimkarre
und sie
auf dein Gesicht lege
läßt du sie dann rollen, rollen sie in deiner Sprache?
Frag ich dich, frag du mich, du mich doch, ich dich dann wieder.
Wollen sie heim
die erratenen Worte
heim in die Dämmerungsanstalt?
Was mußt du dann abgeben, du in deiner Sprache?
Du, den Löffel.
Ich, ich in meiner Sprache den Schlüssel.
Da liegen noch ein paar Vergleiche im Keller.
Ich bin schuld! Du bist schuld!
Wer ist schuld!
Die verdammten Ratten sind schuld!
Frag du mich, frag ich dich, du mich doch, ich dich dann wieder.
Was erwartet die Hand in deiner Sprache?
Ich hatte ihren Kopf, einen an jedem Arm
damit ließe sich etwas anfangen
anfassen, umarmen.
Dir zeigt sie nur ihre Kehle
die Handkehle.
Was kann eine Kehle
außer singen, oder schreien
einschießen in die volle Traube.
Dann sing eben, sing, schrei, verschluck dich
schluchze, röchle
speie die Kummerbrocken
auf ein weißes Blatt:
Ein Bild. Ein Mädchen und eine Wildgans. Die Gans hat ein Bein hochgezogen.
Das Mädchen lehnt den Kopf an ihren dünnen langen Hals.
Wer kommt in meine Arme
hör ich dich, mich, hör du mich
hör doch
die erratenen Worte
haben das Herztor aufgestoßen
die Trauben
zertreten, zertreten, zertreten


Laß uns tauschen
gib mir den Löffel
nimm du den Schlüssel.

© Orsolya Kalász

Language Cashes Its Chips

anglais

             for Verena Kammerer

Who will come into my language?
I ask you
you ask me
you restless one.
Come on,
ask me anyhow, you me anyhow, then I you again.
Is there a gate in your language, girl,
that opens to my heartrace?
Hear me anyhow, you me anyhow, then I you again.
What can the tears in your language do?
What can tears in your language do  
if I cart home the   
vine 
of the vine that unwinds tears  
salty grapes
and cart it home
place these grapes 
on your face 
to let you shed them as tears, tears in your language?
I ask you, you ask me, you me anyhow, then I you again.
Do they want such a home,
these guessed words,
home in our institute for the dim?
What must you relinquish, you, when you die in your language?
You: you cash in your chips.
I in my language: I give up the key.
And there’s still a few skeletons in the closet to compare.
It’s my fault! It’s your fault!
Who did this!
Rats! The rats are at fault!
I ask you, you ask me, you me anyhow, then I you again.
What does the hand expect in your language?
Each with its palm, on the end of each arm
with this palm it can head toward a
touch, embrace.
To you it bares only its throat,
the hand’s throat.
Where can a throat head
but to sing or shriek,
outpour into the full grape?
So sing anyhow, sing, shriek, choke out
a sob, ruckle
spit the worrygob out
onto the blank page:
An image. Girl and wild goose. The goose with one leg up.
The girl rests her head on its willowy neck.
Who will come into my arms
I hear you, me, hear you me
hear anyhow
the guessed words
have pushed wide the heart’s gate
the grapes
trodden, trodden, trodden

Now let’s trade
hand me the chips
you take the key.

translated by Erín Moure with Alistair Noon
Versschmuggel, Poesiefestival Berlin 2007

Wer hätte das gedacht

allemand | Orsolya Kalász

Hier steht dem Anfang sein Ende bevor
das sich verhindern möchte und
nach draußen, zu den Kettenblumen flüchten,
den Kettenblumen,
die die Sprache absperren.
Es bleibt mir überlassen
auch ihn zu verlassen
mir bleibt es überlassen,
mich auch ihm zu überlassen
in Kettenblumen.
An der Schwelle
die ich dachte,
einen Anfang
mit dem Ende machen.
Und alles, was sprießt
aus den Spalten
Rissen und Trichtern,
aus den Kissen
auffliegt und siegt
alles was wird
will seinen Strauch.


Deutsche Fassung von Orsolya Kalász

© Kalász
from: unveröffentlichtem Manuskript
Audio production: 2000 M. Mechner, literaturWERKstatt berlin

Who’d have thought that it’s

anglais

here where the beginning faces the end 
that wants to avert itself
and flees out
up to the flowerchains 
the flowerchains
that hold back language. 
It’s up to me
to leave and go on
it’s left up to me
to make a beginning
of the end
at the threshold
by the chainflowers
And everything that sprouts
out of cracks
rips and craters
out of pillows
flies up and triumphs
everything that has been
wants to leaf.

English versions by Erín Moure
Versschmuggel, Poesiefestival Berlin 2007

Wenn du deine Finger aus der Erde ziehst

allemand | Orsolya Kalász

für Stevan Tontic


Warum willst du einen Garten
mit hohen Mauern?
Warum soll dich dort niemand sehen?
Du hast noch nie fremde Stimmen im Kopf gehört.
Niemand velangt von dir,
daß du Reue zeigst.
Und wer sollte dich nach dem Wort Trauergras fragen.
Warum glaubst du keine andere Wahl zu haben
als jenen Garten zu finden und dort
deine Finger in die Erde zu graben
und zu warten, daß das Trauergras
in die Tiefe sprießt.
Wirst du deine Finger aus der Erde ziehen,
werden deine Nägel schwarz umrandet sein.
Zehn taube
Zehn stumme und blinde
Trauergestalten.
Eine andere Hand war es
die jene Zeile schrieb:
"Mein Herz versinkt in einem Brunnen, das keinen Boden hat."

© Orsolya Kalász

If you pull your fingers out of the ground

anglais

for Stevan Tontič

Why do you want a garden
with high walls?
Why should no one see you there?
You’ve never heard strange voices in your head.
No one insists
that you show remorse.
And who would ask you for the grieving-grass word?
Why do you think then you have no choice
but to seek out that garden and
sink your fingers in its soil
and wait for the grieving-grass
to sprout up from the depths.
When you pull your fingers out,
your nails will be black with grime.
Ten deaf
Ten dumb and blind
grief-blades.   
Not your hand but another
wrote the line:

“My heart sinks in a well; it has no bottom.”

translated by Erín Moure with Alistair Noon
Versschmuggel, Poesiefestival Berlin 2007

tu es là
et tu regardes
ma mère et mes fils
te voler des vers (extraits)

français | Stéphane Despatie

marcher incroyant
dans ces lieux immobiles
où la chance de la voir
forme un risque impossible

j’avance en mes fils
sans oublier leurs voix
ni la sensation de leur peau
se glissant sous mes doigts

m’échappe
une certaine absence
de certaines mémoires

sous ma peau, sans la peur
je me la rappelle
se fondre en moi
lentement
d’amour amical

et mes fils se rocaillent
en rase-femmes
contre moi
en l’absence
de racines en mon mal
aux fondations mouvantes

je ne parle plus, j’écoute
l’effet de la glace qui craque
sur mon visage incendié
où la haine se perd en égrenée
vers des lois dépeignées
par de justes poudreries

je vous aime en soudure
je suis éteint peut-être
et trafique mon sang
afin d’être froid
pour ne pas
mourir en mes fils
qui me manquent
je la sens maintenant
sous le soleil pervers
dénudant la peine
y montrant son sourire

ses yeux sont
en chaleur de creux de mains
où fondent nos tempêtes
où se promènent
nos hurlevents légers
où se rapprochent
nos idéaux
je vois d’ici
la croix du mont Royal
flirtant avec les nuages
ombrageant mon corps
qui, bleu à bleu
de blessure en vomissure
s’impatiente parfois

je te perce partout
et te paye une bière
au quai des âmes

dehors, la Ontario
s’intéresse à moi
je suis meilleurs client
que la Lune
et le fleuve coule
en mes yeux trop francs
où passent les ruptures
les aveux trop beaux
comme des bois pourris
négociant la surface
sur les vagues banales

je te vois
comme un fruit à la mer
tu me désintéresses
inaccessible livrée
celle par qui vient le manque
et je publie tes petites culottes
sur les colonnes Morris

j’écris ton nom
sur mon cannot
traversant les portes patios
des bourgeois
tu existes
tu es laide
et porte les vêtements
d’un autre
passé
nous devrions faire
une omelette de la postérité
s’accoupler sur un lit d’oeufs
gicler sur les murs
ou sur la grille de mon Chevrolet
autostoppeuse moderne
grimpe donc sous ma brassière
n’aie pas peur, mon sein
rougit avant d’aimer
je te raconte
la mort de ma mère
et tu pleures, ambulance
tu ramasses la colombe
égorgée vers le ciel
contre l’espoir naïf
je t’avémariarise
à l’autel des putains
ma mère aurait
aimé mes fils
j’aimerais
qu’ils me reconnaissent
un jour dans la rue

je danse en chacal
sur le toît
du confessionnal
j’y joue de la basse
et cherche du regard
mes fils
vivant quelque part

ma mère m’aimait
par-dessus l’épaule
de sa folie
elle chante encore
avec moi
une jeunesse en beauté
ma mère fume et boit du coke
je la regarde
rêver pour moi
des châteaux à venir
avec des télévisions partout
révélant les chiffres gagnants
des loteries à 50 ¢

ma mère du temps
disait: « T’enfarges pas
dans les vidanges,
descends-les ! »
et je partais propre
peigné avec de l’eau
vers l’école en bulle
et du haut de son deuxième
elle me criait :
« as-tu ton horaire, là ? »
j’étais un peu gêné
dans mon chandail des Stones

ma mère me disait
qu’il y avait des singes
dans la cour d’école
sans pourtant me dire
qu’il y avait aussi
des danseuses nues
fellationnant gratis
les p’tits pénis
des p’tits garçons
si elle avait su
je crois qu’elle m’aurait dit
que ces dandineuses étaient
droguées par des profiteurs
à l’aide de bières bues
avec une paille

je revois ma mère
ne pas dormir
quand je rentre tard
sentant le sexe de femme
ma mère me disait
de ne pas gaspiller
pour les petites filles
trop maquillées
mais d’économiser plutôt
pour des Coffee Crisp

ma mère croyait
que les Beatles faussaient
quand je chantais
en cinquième
avec le tourne-disque
ma mère m’aimait
comme elle aimait
ses peintures à numéros
et les guimauves dorées
sur le rond du poêle électrique
ma mère offrait la campagne
rue Drolet
et du fromage canadien
en pourboire
au livreur d’épicerie
qui sacrait
mais qui venait
d’une Beauce à elle
ma mère, toujours, souriait
même aux bandits
même à mes blondes
même à mon père
ma mère
aimait

© Stéphane Despatie
from: Les crimes du hasard
Montréal: Éditions Les Intouchables, 1998
Audio production: 2007, Literaturwerkstatt Berlin

you’re there
and you watch
my mother and my children
steal poetry from you

anglais

to walk incredulous
in these immobile places
where catching sight of her
is impossible risk

i move forward in my children
not forgetting their voices
or the sensation of their skin
slipping under my fingers

it escapes me
a certain absence
of certain memories

under my skin, fearless
i remember her
dissolve in me
slowly  
in amicable love

and my children rattle round
my ankles
against me
in the absence
of roots in my malaise
amid shifting foundations

i speak no more, i listen
to the effect of ice that fissures
my burnt face
where hate trickles away
toward laws blown askew
by gusts of snow

i love all of you soldered tight
maybe i’m dead
and transfuse my blood
so that i’ll go cold
so as not to
expire in my children
whom i miss
i feel her now
under perverse sun
stripping grief
down to its smile

her eyes are
hot as the crook of our hands
where our blizzards melt away
where our silly whirlwinds
drift off
where our ideals
veer close
from here i see
the cross on Mont Royal
flirting with clouds
shading my body
that, black to blue
from wounds to vomit
can’t always sit still


i pierce you everywhere
and buy you a beer
on the boardwalk of souls

outside, Ontario Street
finds me charming

i’m a better customer
than the moon
and the wide river pools
in my eyes too frank
where ruptures meet up
with admissions too beautiful
like rotting logs
negotiating the surface
on banal waves

i see you
like a flash in the sea
you disinterest me
inaccessible delivered up
the one who emanates loss
and i publish your intimacies
on billboards

i write your name
on my canoe
paddling through the patio doors
of the bourgeois
you exist
you’re ugly
and wear clothes
from another
past
we should make
an omelette out of posterity
mate on a bed of eggs
spurt on the walls
or on the grille of my Chevy
modern hitchhiker
climb into my bra
don’t be scared, my breast
is shy before it loves
i tell you of
my mother’s death
and you cry, ambulance
you lift the squashed
pigeon up to the sky
against naïve hope
i ave-maria-ize you
at the altar of whores
my mother would have
loved my children
i’d just love that
they recognize me
in the street someday

i dance like a jackal
on the roof
of the confessional
i play the bass
and seek attention
my children
living someplace

my mother loved me
over the shoulder
of her madness
she still sings
with me
a youth in all beauty
my mother smokes and drinks Coke
i watch her
dream for me
future castles
with televisions everywhere
revealing the winning numbers
for 50¢ lottery tickets

back then my mother
said: “Take out
the garbage,
don’t walk through it!”
and i left clean
combed with water
dawdling toward school
and from the second floor
she’d yell after me:
“have you got your binder?”
i was a bit put out
in my Stones t-shirt

my mother told me
there was monkey business
in the schoolyard
without however telling me
there were also strippers
sucking off
the li’l dicks
of the li’l guys for free
if she’d known
i think she’d have told me
that these fancy-women were
drugged by profiteers
using beers sipped
through a straw

i still see my mother
wakeful
when i come in late
smelling of pussy
my mother told me
not to waste money
on little girls
wearing too much make-up
but to save it
and buy Coffee Crisp


my mother believed
the Beatles were out of tune
when i sang along
in grade five
with the record player
my mother loved me
like she loved
painting by numbers
and marshmallows toasted
on the stove burner
my mother offered country life
on Drolet Street
and Canadian cheese
as a tip
for the grocery boy
who cursed
but who came as she did
from the Beauce
my mother, always, smiled
even to rip-off artists
even to my girlfriends
even to my dad
my mother
loved

translated by by Erín Moure
Versschmuggel, Poesiefestival Berlin 2007

Futur II

allemand | Orsolya Kalász

Auf den gelenkigen Rücken
junger Hunde
jagen
vor unseren Augen
jene Momente
des Glücks
über die Parkwiese
die wir einst
gehabt haben werden.

© Orsolya Kalász

Future Perfect

anglais

On the lithe backs
of young dogs
they race
across the park grass
before our eyes:
those moments
of happiness
we will once
have had.

translated by Erín Moure with Alistair Noon
Versschmuggel, Poesiefestival Berlin 2007

Egy mondatban

hongrois | Orsolya Kalász

Az a lázas bűvölet, amely
Marokkó köves sivatagában
leheletvékony szemeteszacskók
lélektáncát látta
nem tűri meg
hogy ellene szavaid
megbocsássam.

© Orsolya Kalász

In a phrase

anglais

The feverish ecstasy
that in Morocco’s
stony desert
sees breath-thin garbage bags
dance alive
makes your words
against them
quite unforgiveable.

translated by Erín Moure with Alistair Noon
Versschmuggel, Poesiefestival Berlin 2007