ANDARIVEL (POSTLUDIO)

                                                             No temamos: la muerte es así
                                                                                             César Vallejo

Al fondo hay siempre arena
y negras lunas nuevas en las uñas.
Al final de mis bolsillos dados vuelta.
Cuando las frazadas mueven montes.

¿Es muy tarde
o muy temprano? Me hablo a ella
hasta que oyes.
                       ¿Quién anda? Asiento,
adelante, que el mar no es azul
si el cielo no lo mira.

Mira lo que traigo en mis bolsillos:
conchitas con tuercas, objeciones
destruidas y centellas de calma
y al fondo hay siempre arena.

Entra, fuera, al cajón del purgatorio
que lame la pelusa de mis bolsillos,
a trajinar donde
adaptadores inútiles y memorias externas
agusanándose entre cables
de admito a abjuro,
donde los recuerdos secos
se desdoblan y redoblan y bifurcan.

Aquí se hundió el mundo anterior.
Queda el agujero
de un amor cavado en la arena
(con las uñas) que sin querer
se va a saciar de cielo
y ser poza en blanco, bocado
de borrón y de espuma
          Aunque mejor
          no. Yo paso.

¡Tú!, que alumbras mi asombro en escalones,
tú que en la ceniza eres aliento que sostiene,
ven al borde que se hunde, al librarme en tu nombre,
con mi nombre en tus manos
como dedos. Me miras,
con ojos de apuntes
          Pero basta. Basta, ya
          me viro.

Palpa mis pausas, tus frutos;
el lápiz desaparecido tras la oreja.
El bolo que integraba con dolor a su ruedo
esquirla a esquirla los meteoros…
mi rimbombo. Estás aquí, espinario
o partero, a la orilla de una cama,
en la polvareda del cajón vaciado
junto a escombros como niños
en jóvenes sin adulto aún
          Ya, ¡caramba! ¡Córtenla!
          Mi costal a rastras
          no da más.

Capea conmigo el valle de la indecisión
y las miserias del ardor y del frío;
los pliegues del plazo fantasmal
en que masco mis costras
y chupo de mis heridas;
baños con escritos de jabón sobre reflejo.
Tina interminable de mi vida estrecha,
vadearon por ti dos lejanos maderos
sólo para chocar y alejarse de nuevo
          Sin baba, acabemos,
          si acabábamos
          cada vez.

Pronto, a muy tarde, dame
vuelta de papel donde no sepa
y ven conmigo bajo la tapa que se cierra,
tomados de las manos como páginas
donde la palabra fuego no queme.
Quedos, juguemos a la semilla
hasta que un rugido nos parta
como al mar del éxodo
          Pero, ¡aún otro pedazo!
          Dale… está bueno,
          un episodio más.
¿No es muy tarde? No,
ya es muy temprano.
Queda el agujero
de un amor cavado en la arena
y el pleamar se acerca,
hunde el mundo anterior:
          ráfaga, trago de
          látigo, cuello atrás,
          cénit en
          nadir.
          Fustiga el
          anca del planeta, el planeta
          vuelve a voltear. La gravedad
          retorna
y el haz de la mirada disuelto en más allá.

El mar partido a la vista del báculo
ruge al cerrar su episodio rojo.
El lomo dorado se traga un éxodo;
los ahogados no cuentan de tesoros.
Al fondo
queda este agujero que se inunda.
Recién montes, frazadas de arena
aterran esta poza todavía azul
donde el cielo sí acaba, te asoma
          ¿Quién anda? El mundo,
alrededor.

© Tomás Cohen
From: Redoble del ronroneo
Buenos Aires: Buenos Aires Poetry, 2016
Audio production: Haus für Poesie, 2019

ZUGSEIL (POSTLUDIUM)

                                                   Seien wir furchtlos: so ist der Tod!
                                                                                         -
César Vallejo

Auf dem Grund immer Sand
und schwarze Sicheln des Monds auf den Nägeln.
Am Ende meiner ausgeleerten Hosentaschen.
Wenn die Decken Berge versetzen.

Ist es zu spät
oder zu früh? Zu mir spreche ich, zu ihr,
bis du hören wirst.
             Wer zieht da? Nimm Platz,
herein! -  da das Meer nicht blau ist,
wenn der Himmel es nicht anschaut.

Schau, was ich in meinen Taschen mitbringe:
Muschelschalen mit Muttern, zerstörte
Einsprüche und Flautenfunken,
und auf dem Grund immer Sand.

Hinein, du da draußen, in die Kramschublade
die die Flusen meiner Taschen beleckt,
um herumzufingern, wo
unnütze Zwischenstecker und USB-Sticks 
wurmstichig werden zwischen Kabeln
des Annehmens und Abschwörens,
wo die trockenen Andenken
sich entfalten, sich verdoppeln und sich verzweigen.

Hier versank die frühere Welt:
Bleibt nur die Vertiefung,
von einer Liebe in den Strand gegraben,
die, absichtslos,
sich mit dem Himmel stillt 
um  Blankpfütze zu sein, Happen
fürs Ausradieren und für die Gischt –
                                        Oder besser nicht -
                                        nein.  Ich passe.

Du! – du erleuchtest mein Erstaunen in Stufen,
du, du bist der Mut in der Asche, der aufsteigt,
komm an den Rand, der hinabsinkt,
um mich in deinem Namen zu befreien,
mit meinem Namen in deinen Händen
wie Finger. Du schaust mich an,
mit den  Augen aus den Aufzeichnungen–
                                        Doch genug jetzt! Genug, jetzt
                                        wende ich mich ab.

Betaste mein Einhalten, deine Früchte; der Stift,
verschwunden hinter dem Ohr.
Der Bolus, der unter Schmerzen in seinen Umkreis
Splitter auf Splitter einen Meteor einfügte....
mein Dröhnen. Du bist hier, Dornauszieher
oder Geburtshelfer, in der Staubwolke meiner Zerstörungen,
neben Trümmern, Kindern gleich,
in jungen Menschen, noch nicht erwachsen –
                                        Schon! Donnerwetter! Aufhören!
                                        Geschleppt von meinem Schatten,
                                        Ich kann es nicht mehr.

Meide mit mir das Tal der Unentschiedenheit
und das Elend der Glut und der Kälte;
die Falten der geisterhaften Frist,
in der ich meinen Schorf kaue
und meine Wunden lecke;
Bäder mit Wörtern aus Seife, gespiegelt.
Unendliche Wanne meines engen Lebens,
durch dich wateten zwei ferne Planken.
nur um zusammenzustoßen und sich von neuem zu entfernen –
                                        Ohne Geifer, lass uns zum Schluss kommen,
                                        wie wir es jedesmal
                                        zu Ende gebracht haben.

Gleich, zu spät, dreh mich um,
ein Blatt Papier, von dem ich nicht weiß,
und komm mit mir unter den Deckel , der sich schließt,
bei den Händen gefasst, wie Seiten,
wo das Wort Feuer nicht brennt.
Lass uns stillhalten, wie Samen
bis uns ein Brüllen trennt
wie einst das Rote Meer.
                                        Aber, noch ein anderes Stück!
                                        Gib, ein wenig,
                                        noch einen anderen Teil.

Ist es nicht zu spät? Nein,
es ist zu früh.
Bleibt die Vertiefung,
von einer Liebe in den Strand gegraben,
und das Hochwasser kommt,
versenkt die frühere Welt:
                                        Windstoß, Peitschen-
                                        knall, Hals zurück,
                                        Zenit im
Nadir.
Schlag ein auf die
Kruppe  des Planeten, der Planet
beginnt sich wieder zu drehen. Die Schwerkraft
kehrt zurück
Und der Strahl des Blicks aufgelöst im Jenseits.


Das geteilte Meer im Angesicht des Stabes
brüllt beim Schließen seiner roten Folge.
Der Goldschnitt verschluckt einen Exodus;
Die Ertrunkenen erzählen nicht von Schätzen.
Auf dem Grund
bleibt diese Vertiefung, die überschwemmt wird.
Eben noch Berge, Decken aus Sand
schütten diese noch blaue Pfütze zu,
wo der Himmel doch endet, dir erscheint -
                                        Wer zieht da? Die Welt,
                                        ringsherum.

Übersetzt von Axel Bauni und dem Autoren