العارف 45,57,58,60,61,62,63

45

لماذا لم نجدْ في الحبِّ ما يكفي مِنَ الغفرانْ ؟
لماذا لم نجدْ في الحزنِ ما يكفيِ مِن السلوانْ ؟
لماذا ليس في الإنسانِ ما يكفيِ مِن الإنسانْ ؟

57

إنائي مُثْقَلٌ بالخمْرِ يا أختاهُ ، أَنْسَكِبُ
سألقي فضَّةَ الدنيا على الدنيا ، وأنْسَحِبُ
تأججْ أيها الصَّلصالُ إنَّ رمادَنا ذهَبُ!!

58

يقولُ لك الروائي البليدُ غَفا ، مَن الغافي ؟
أنا في " ثالثِ الحالينِ " لا تعنيه أوصافي
فلا يحتاجُ لؤلؤتي الذي تكفيهِ أوصافي

60

دعي الراوي ينامُ ، ينامُ ، أيُّ هُنا ، وأيُّ هناك ؟
كأن البحرَ شاطِئُهُ ، فإما ذا ، وإما ذاك
صباحُ الجهلِ أن الشمسَ تشرِقُ خارجَ الشُّبَّاكْ

61

خذي المنديلَ يا أختاهُ فالقَصّاصُ خانَ القَصْ
وليس النقصُ في الرمزيِّ ، في شرحِ الرموزِ النَّقْصْ
( يهوذا ) لم يكن حشوًا وإنْ كانَ المسيحُ النَّصْ !!

62

هما ابنا الموتِ ، صُبْحٌ قال : خُذْ بيديَّ يا أبتاهْ
وليلٌ خانَ عينيهِ ، فخانتْ نَفْسَها عيناه
فأيُّهما الحياةُ إذنْ ، وأيُّهما غبارُ حياةْ ؟

63

خذي المنديلَ يا أختاهُ بعد ثلاثةٍ سأقومْ
فما شأن الرحىا بالضوءِ ما يمضي غبارُ نجومْ
سيعرف ذلك النسيانُ مَنْ مِنَّا هو المهزومْ

© Ahmed Bekhit
Audio production: 2005, M.Mechner / Literaturwerkstatt Berlin

Der Wissende 45, 57, 58, 60-63

45.
Warum schenkt uns die Liebe nicht genug Vergebung?
Warum schenkt uns die Trauer nicht genug Trost?
Warum ist der Mensch niemals Mensch genug?

57.
Meine Seele fließt über, meine Schwester, ich verströme mich.
Vom Silber des Lebens lasse ich mich nicht mehr blenden.
Brennen sollst du, Staub, denn unsere Asche ist das Gold.

58.
Der träge Erzähler sagt dir, ich schliefe. Wer schläft?
Nur der Dichter weiß um den Tod. Die Hülle ist nichts.
Wem meine Schale genügt, der braucht meine Perle nicht.

60.
Lass den Erzähler schlafen. Wo ist hier, wo ist dort?
Er hielt das Meer für den Strand. Gelten kann nur das eine oder andere.
Verdunkelst du morgens die Fenster, so weißt du nichts von der Sonne.

61.
Nimm das Tuch, meine Schwester. Der Erzähler verriet den Text.
Symbole gibt es genug, doch an ihrer Deutung herrscht Mangel,
und Text und Deutung bedingen einander wie Jesus und Judas.

62.
Beide sind Söhne des Todes. Jener ist ein Morgen, der sagt: Nimm meine Hand, Vater,
dieser eine Nacht, die sich selbst betrügt und zugleich betrogen wird.
Was ist das Leben, und was ist nur des Lebens Staub?

63.
Nimm das Tuch, meine Schwester, in drei Tagen erstehe ich auf.
Das Vergessen weiß, dass ich die Erinnerung bewahre.
Das Leben zermalmt die Sterne zu Staub, doch ihr Licht kann es nicht zermalmen.

Aus dem Arabischen Übersetzt von Henning Ahrens