Volha Ipatava

weißrussisch

ЧАРНОБЫЛЬ

Хата. Стогадовы дуб. Крыніца--
І буслы, зляцелыя здаля.
"Чалавек, дазволь нам пасяліцца.
Наймілей нам гэтая зямля."

Расчынялі дзюбкі бусляняты.
Адпаўзалі гады ў лаўжы,
І кружылі радасна над хатай
Як заслон, два белыя крыжы.

...Моц набрала лета сакаўное,
Сонца, як расплаўленая ртуць.
Толькі дзеці хворыя абое,
Ад гнязда ніяк не адлятуць.

"Я знарок вам  не сказаў пра пашу,
Дзе атручанае ўсё навек.
Хай, як я, загінуць дзеці вашы."
І смяецца злосна Чалавек.

І буслісе пасівелай сніцца
Вешчы сон -- ахоўні позні знак:
Мёртваю вадой бруіць крыніца,
І смяецца злосна Ваўкалак...

© Вольга Іпатава
Audioproduktion: Belarus PEN-Centre / Goethe-Institut Minsk

Tscharnobyl

Ein Haus und eine hundertjährige Eiche. Eine Quelle –
Und Störche, von weit her geflogen.
„Mensch, lass uns hier nisten.
Dieses Land ist uns am liebsten“.

Die Storchenjungen sperrten ihren Schnabel auf.
Die Schlangen haben sich ins Bruchholz verkrochen,
Und freudig kreisten über dem Haus
Wie ein Schutz zwei weiße Kreuze.

... Der saftige Sommer gewann an Kraft,
Die Sonne – wie geschmolzenes Quecksilber.
Nur die Kinder sind beide krank,
Sie können nicht vom Neste fliegen.

„Absichtlich habe ich euch nichts von der Weide gesagt,
Wo alles auf ewig vergiftet ist.
Sollen eure Kinder doch wie ich zugrunde gehen.“
Und boshaft lacht der Mensch.

Und die ergraute Störchin hat einen prophetischenTraum –
Spätes Zeichen des Schutzes:
Totes Wasser rinnt aus der Quelle,
Und boshaft lacht der Vampir ...

Aus dem Belarussischen von Wladimir Tschepego