Ales Rasanau 
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Gedichte

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Лясная дарога weißrussisch

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Падарунак хроснай маці weißrussisch

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Пярэчанне weißrussisch

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Бязмежжа weißrussisch

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Палёт weißrussisch

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Танец з вужакамі weißrussisch

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Сербская вёска weißrussisch

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Пагарджаны прарок weißrussisch

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Цуд weißrussisch

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Голас weißrussisch

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Пункціры weißrussisch

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Пункціры weißrussisch

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Ales Rasanau 
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Foto © gezett.de
* 05.12.1947, Sjalez, Belarus
26.08.2021, Minsk, Belarus

Ales Rasanaŭ wurde 1947 in Sjalez, einem weißrussischen Dorf bei Brest geboren. Russisch lernt er in der Schule und von seinem Vater, der den Konzentrationslager von Sachsenhausen und Mauthausen entkommen ist. Für den Dichter steht aber schon bei den ersten Schreibversuchen – 1961 – fest, dass er das volkstümliche Weißrussisch als Sprache seiner Dichtung wählen würde. Dieser poetische Entschluss wird später zum Politikum.

Rasanaǔ besucht die Fakultät für Philologie in Minsk bis er, 1968, wegen seines Protestes gegen die Russifizierungspolitik, von der dortigen Universität ausgeschlossen wird. Sein Studium kann er dank der Fürsprache namhafter weißrussischen Schriftsteller an der Pädagogischen Hochschule in Brest abschließen.

In den siebziger und achtziger Jahre ist der Autor in unterschiedlichen Berufen tätig, in der Gießerei einer Fabrik, als Realschullehrer, Verlagslektor, Übersetzer und in den Literaturredaktionen verschiedener Zeitschriften. Nebenher entstehen eigene Gedichtbände.

1970 kann sein Debütband Adradzennie (»Wiedergeburt«) aufgrund der repressiven politischen Verhältnisse nur in stark zensierter Form erscheinen. Auch danach erscheinen seine literarischen Werke, wenn überhaupt, nur in zensierter Form.

1990 wird Rasanaǔ mit dem Staatspreis für weißrussische Literatur ausgezeichnet. Sein Einsatz für die Anerkennung der weißrussischen Kultur wird allerdings nur für kurze Zeit von offizieller Seite gewürdigt. Die Machtübernahme 1994 durch Lukaschenko und dessen Politik machen den Dichter erneut zum Regimegegner, so dass Rasanaǔ 1999 seine Redaktionsstelle bei der Zeitschrift Kryniza aufgibt und Stipendien im Ausland, u. a. in Deutschland, Österreich, Finnland, Schweden und Slowenien, annimmt.

Rasanaǔ gilt vile Jahren zugleich als poetische Instanz und führender Vertreter eines weißrussischen kulturellen und literarischen Revivals. Bis zu seinem Tod am 26. August 2021 lebt er als freischaffender Schriftsteller und Übersetzer in Minsk.

Publikationen
  • Адраджэнне

    Менск: Зборнік паэзіі, 1970

  • Назаўжды

    Менск: Зборнік паэзіі, 1974

  • Каардынаты быцця

    Менск: Зборнік паэзіі, 1976

  • Шлях - 360

    Менск: Зборнік паэзіі, 1981

  • Гэй, хавайцеся

    Пераклад на беларускую мову кнігі К.Саі для дзяцей

    1982

  • Выйду з сэрцам, як з паходняй!

    Складанне кнігі паэзіі Я.Купалы

    1982

  • Вастрыё стралы

    Менск: Зборнік паэзіі, 1988

  • Сон у Іванаву ноч

    Пераклад на беларускую мову п'есы Ў.Шэкспіра

    1989

  • Час, калі пусцеюць сядзібы

    Пераклад на беларускую мову рамана Ё.Авіжуса

    1989

  • Zeichen vertikaler Zeit

    Poeme. Versetten. Punktierungen. Betrachtungen

    Herausgegeben von Norbert Randow. Aus dem Weißrussischen übertragen von Elke Erb [28. Erato-Druck]

    Berlin: Agora Verlag, 1995

  • Танец з вужакамі: Выбранае

    Менск: Мастацкая літаратура, 1999

  • Hannoversche Punktierungen

    Zweisprachige Ausgabe. Nachdichtung von Oskar Ansull

    Hannover: Revonnah Verlag, 2002

  • Tanz mit den Schlangen

    Gedichtauswahl

    Aus dem Weißrussischen übertragen von Elke Erb und Uladsimir Tschapeha [31. Erato-Druck]

    Berlin: Agora Verlag, 2002

  • Wortdichte

    Graz: Steirische Verlagsgesellschaft, 2003

  • Der Zweig zeigt dem Baum wohin er wachsen soll

    Gedichte

    Mit einem Nachwort von Ilma Rakusa

    Berlin: Agora Verlag, 2006

  • Каб мелі шчасце ўваскрасаць і лётаць

    Мінск: Логвінаў, 2006

  • Дождж: возера ў акупунктуры

    Мінск: Логвінаў, 2007

  • Das dritte Auge

    Punktierungen

    Basel/Weil am Rhein: Urs Engeler Editor, 2008

Preise
  • 1990 Janka - Kupala weißrussischer Literaturpreis

  • 2000 Hannah-Arendt-Jahresstipendiums Stadt der Zuflucht, Hannover

  • 2002-03 Writer in Residence Stipendium, Graz

  • 2003 Herder-Preis der Toepfer-Stiftung

  • 2005 Bonn-Stipendium

  • 2007 Gast beim Berliner Künstlerprogramm des DAAD

Links
  • Ales Rasanaŭ @ planet lyrik

    Rezensionen und Pressestimmen zu einzelnen Gedichtbänden, Herausgaben sowie anderen Veröffentlichungen des Dichters.

    Website
  • Nachruf auf Ales Rasanaŭ (NZZ)

    Website