Paul Celan
Schliere
Schliere im Aug: von den Blicken auf halbem Weg erschautes Verloren. Wirklichgesponnenes Niemals, wiedergekehrt. Wege, halb – und die längsten. Seelenbeschrittene Fäden, Glasspur, rückwärtsgerollt und nun vom Augen-Du auf dem steten Stern über dir weiß überschleiert. Schliere im Aug: daß bewahrt sei ein durchs Dunkel getragenes Zeichen, vom Sand (oder Eis?) einer fremden Zeit für ein fremderes Immer belebt und als stumm vibrierender Mitlaut gestimmt.



