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Lutz Seiler

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La poésie contemporaine
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->mein jahrgang, dreiundsechzig, jene

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Lutz Seiler

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Vous pouvez lire ce poéme dans les traductions suivantes:

ma promotion, soixante-trois, cette (Français)
min årgang, treogtres, hine (Le danois)
my vintage, sixty-three, that (Anglais)

mein jahrgang, dreiundsechzig, jene

         endlose folge von kindern, geschraubt
in das echo gewölbe der flure, verkrochen
beim gehen gebeugt in die tasche

eines anderen, fremden mantels, sieben
 voll wachs mit einer aus dielen
geatmeten schwere, acht

         mit einer aus piss-
becken zu kopf gestiegenen schwere, wir hatten
    gagarin, aber gagarin

hatte auch uns, morgens das gleiche, der schrift
folgende scharren der ärmel
über den bänken & mittags
das schlagwerk der löffel, wir hatten

den tischdienst, den milchdienst, den druck
  einer leerkraft in den augen gelee
    in den ohren bis
sie verstummte 
die schwerkraft verstummte
       in unseren mützen 
       das waren die schmerzen

beim urinieren, im schutzwald
beim sprechen, wir hatten
zitate: dass wir den schattenseiten des planeten
        wenigstens eine lichte entgegenhielten
          erst alle gemeinsam & dann
           jeder noch einmal
           still für sich, wir hatten

kein glück. also zerfallen die häuser
               werden wir endlich
     wieder klein &
reiten zurück in die dörfer aus holz, aus
stroh, aus denen wir kamen, rissig & dünn
mit einem am wind

geschliffenen echo: wir grüssen gagarin, wir
hatten kein glück, abfahrt, zurück
in unsere dörfer
          & ausfahrt der dörfer
über die äcker bei nacht...

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© Suhrkamp

Extrait de: pech und blende

Suhrkamp, Frankfurt am Main 2000

Production du son: 1999 M. Mechner, literaturWERKstatt berlin