Jan Wagner
Vous pouvez lire ce poéme dans les traductions suivantes:
el oeste (Espagnol)
zachód (Polonais)
a nyugat (Hongrois)
дикий захід (Ukrainien)
l’ouest (Français)
l’ovest (Italien)
o ocidente (Portugais)
the west (Anglais)
vakarai (Lituanien)
západ (Slovaque)
der westen
der fluß denkt in fischen. was war es also, das sergeant henley ihm als erster entriß, die augen gelb und starr, die barteln zwei schürhaken ums aschengraue maul, das selbst die hunde winseln ließ? die stromschnellen und ihre tobende grammatik, der wir richtung quelle folgen. die dunstgebirge in der ferne, die ebenen aus gras und ab und zu ein eingeborener, der amüsiert zu uns herüberschaut und dann im wald verschwindet: all das tragen wir in adams alte karte ein, benennen arten und taten. fieber in den muskeln und über wochen die diät aus wurzeln und gottvertrauen. unterm hemd die zecken wie abstecknadeln auf der haut: so nimmt die wildnis maß an uns. seltsames gefühl: die grenze zu sein, der punkt, an dem es endet und beginnt. am feuer nachts kreist unser blut in wolken von moskitos über uns, während wir mit harten gräten die felle aneinander nähen, schuhe für unser ziel und decken für die träume. voraus das unberührte, hinter uns die schwärmenden siedler, ihre charta aus zäunen und gattern; hinter uns die planwagen der händler, die großen städte, voller lärm und zukunft.



