Klaus Merz
Dieses Gedicht liegt in folgenden Übersetzungen vor:
Wiepersdorf après 1 (Französisch)
Wiepersdorf später 1
Das Rad sirrt leise durch die Ebene, gleitet unter den Schattenachsen des Soldatenkönigs hin. Grosse Gänge, kleine Kränze. Lerchen und Falke sind in der Luft, Bogen und Pfeil. Tagbleich versinkt hinterm Dorf der Trabant, die freundlichen Leute stehen vor ihren vorbeiflitzenden Häusern. (Zur Sicherheit wacht hinter jeder Hoftür der deutsche Schäfer.) Später am Rand der Kadaver des Hasen, fliehend noch immer, Wind und Wolken ziehen darüber weg. Im Vorgarten der Zwerg langt nach seiner Schaufel und gräbt ein Loch in den märkischen Sand: Für August Ziekert, Förster a.D., Wolf genannt. Er hat Grossmutter und Kind aus dem Tierbauch befreit. Über den Wackersteinen der Wiepersdorfer Alleen liegt jetzt Asphalt.



