Jan Wagner
Dieses Gedicht liegt in folgenden Übersetzungen vor:
božič v huntsvilleu, texas (Slowenisch)
christmas in huntsville, texas (Englisch)
каляды ў хантсвіле, тэхас (Belarussisch)
joulu huntsvillessä, teksasissa (Finnisch)
karácsony huntsville-ben (texas) (Ungarisch)
kerstmis in huntsville, texas (Niederländisch)
navidad en huntsville, texas (Spanisch)
noël à huntsville, texas (Französisch)
різдво у ганствілі, штат техас (Ukrainisch)
vánoce v huntsville, texas (Tschechisch)
vianoce v huntsville, texas (Slowakisch)
święta bożego narodzenia w huntsville, texas (Polnisch)
חג המולד בהַנטסוויל, טקסס (Hebräisch)
weihnachten in huntsville, texas
„Es ist so, als ob man an einem Bahndamm wohnt.
Zuerst achtet man noch auf jeden Zug, dann hört man
sie einfach nicht mehr.“
- ein Einwohner von Huntsville -
als der strom an diesem abend
zusammensackte, flackerten die lampen
am weihnachtsbaum, erloschen. in der ferne
der spätzug. wir, die nacht, der bratenduft -
die gänse schwammen friedlich in den seen
aus weißem porzellan. im mondlicht
die abgenagten knochen der veranden.
wir lauschten auf die leicht bewegte wiege
des großen waldes, der die stadt umfängt,
dann kehrten die choräle ins radio zurück.
in jedem fernseher saß ein präsident.
der bahndamm, ohne anfang, ohne ende.
der gänsebraten.



