Tierleben [2]
2
Der Ich-Stirn
eingeprägt die Sehnsucht
nach dem Tier. Was
bleibt ist nichts
als dieser ausgestopfte
Balg mit dem Geschlecht für
zwei. Mit dem Gesicht
das lacht und staubt wenn
die Strafe es trifft. Liest ihm wer
den leisesten Fluch
von den Lippen. Den Namen
dessen der im Spiegel
Schmiere steht und – während
das Glas sich beschlägt –
vergeht. Kalt wie jeder Vergleich.
("Die Sehnsucht nach
dem Tier hat ein gefiedertes
Geschlecht für zwei
im Sinn. Ein
Opfer ausgestopft mit Staub
das lacht wenn die Strafe
es trifft und der Fluch dessen
der im Spiegel
Schmiere steht bis auch er
– wie jeder Vergleich –
geht und vergeht.")