Felix Philipp Ingold

Felix Philipp Ingold

Gegenwartslyrik
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Felix Philipp Ingold

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Tierleben [1]



1

Immer bedeutet der Spiegel 
beides zugleich. Samt
und sonders im Verein. Ein
oft besuchter Ort wo 
Leere staunt. Wo Asche weiss
wer sie ist. Jeder
Apfel als Mitgift. Und aber
bald ruht die n-te 
Natur auch. Ob der Leib
die Wärme oder die Wärme 
den Leib sucht. Das 
sächliche Geschlecht ist
nie nicht gefälscht. 
Echt kein Ruhm. Wo 
inmitten der Nixe 
die Quelle rumort und leis
eine Oper beginnt.

("Der Spiegel ist 
der Ort wo
Leere staunt. Wo Samt
und Asche weiss
aber schwarz sind. Wie
jede Mitgift. Was
heissen will. Ob die n-te
Natur ruht oder
Wärme den Leib sucht. Das
sächliche Geschlecht
das echt gefälscht ist wie
kein Quell und eine
Nixe die leis – mit
dem Sinken – beginnt.")

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© Urs Engeler Editor

Aus: Wortnahme. Jüngste und frühere Gedichte

Urs Engeler Editor, Basel 2005

Audioproduktion: Sprachkunstreihe