Franz Josef Czernin

Franz Josef Czernin

Gegenwartslyrik
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Franz Josef Czernin

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engel, zungen

wie lücken-,  schleierhaft es antanzt, doch auch lichtend,
so leicht uns fächert auf: hauch zart besaitend luft
sich greift aus mir, dass stofflich, doch auch fein, gewichtend,       
wir flöten gehn einander, sehr verlustig, kluft

uns anweht! reich, doch nebelhaft auch, sich andichtend,
hier süss aus jedem loch verpfiffen, aus dem blauen
es gibt uns wieder ein, dich zuträgt, bis, uns sichtend,
selbst wendig kreis drehn, wort, ja, atem halten, stauen:

allseits sind so posaunt heraus, hinein gewandt,
wie wir anhimmeln selbst aus heiterm uns vielkehlig,
da, insgeheim gelüftet, noch das fernste band

dich auslöst, ein: jetzt bin mir voll-, ja, überzählig,
antönend wohl dir zu gefallen, weit bis zum rand,
dem letzten deut uns froh entlocken, so saumselig?
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© beim Verlag

Aus: Elemente, Sonette

Hanser-Verlag , Wien-München 2002

ISBN: 3-446-20277-7

Audioproduktion: 2001 M.Mechner, literaturWERKstatt berlin